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HK 4-2019
Homag

Losgröße 1 genießt Priorität

So etwas bekommt man nicht alle Tage zu sehen: Bei der Möbelfabrik Rudolf sorgt modernste Technik auf 10 000 m² Fläche für einen nahezu perfekten Materialfluss. Eine wichtige Rolle spielt die Roboter-Säge-Zelle „Sawteq B-320 Flextec“ von Homag, die speziell für den Zuschnitt von Einzelplatten entwickelt wurde und mit hocheffizienten, vollautomatischen Abläufen punkten kann. Doch das ist längst nicht alles, was der Maschinenpark des hessischen Unternehmens zu bieten hat.

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„Unser Materialfluss ist keineswegs perfekt“, widerspricht Karl Friedrich Rudolf, Geschäftsführer der Möbelfabrik Rudolf. „Wir haben uns bemüht, mit externer Unterstützung die Hardware, also die Maschinen gemäß unserer Zielsetzung richtig zu platzieren. Aber perfekt sind wir erst, wenn auch der Datenfluss funktioniert.“ Und daran wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet. Karl Friedrich Rudolf drückt das so aus: „Wir üben erstmal.“ Er sieht sich auf dem richtigen Weg, der Stück für Stück konsequent gegangen wird. Und er setzt voll auf Homag-Maschinen, weil er den sogenannten Schnittstellen-Problemen gern aus dem Weg geht. Aber den Wünschen des Marktes kann auch Karl Friedrich Rudolf nicht aus dem Weg gehen. „Früher hatten wir 300 individuelle Kundenwünsche, die wir erfüllten“, beschreibt er die Entwicklung. „Heute sind es über 3 000, wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen.“

Die Möbelfabrik Rudolf produziert Möbel für Jugendzimmer, Apartments, Home Offices und Garderoben und hat sich in diesen Nischenbereichen gut eingerichtet. Allein bei den Schrankbetten für Apartments gibt es mehrere hundert Millionen Varianten. Rudolf produziert seine 10 000 Teile in einer vollstufigen Fertigung selbst und leistet sich sogar eine eigene Lackiererei. Kein Wunder, dass die Verantwortlichen bei Rudolf schon vor 20 Jahren die Stückzahl-1-Produktion im Visier hatten. Aber der manuelle Aufwand war erheblich, es gab viele Zwischenlager – und es kam (zu) oft vor, dass Teile nicht gefunden wurden und daher teuer nachgefertigt werden mussten. Auch zeigte sich, dass der Einkauf von Rohteilen in Fixmaßen unwirtschaftlich wurde, weil die nicht nutzbaren Reste überhand nahmen.
Also musste ein eigener Zuschnitt her. Im Jahr 2010 wurde ein automatisches Plattenlager aufgestellt, dem eine Winkelanlage „HKL 380“ (heute: „Sawteq B-300“) von Homag für den Zuschnitt nachgeschaltet war. Zusätzlich wurde eine manuell beschickte Druckbalkensäge, eine „HPP 200“ (heute: „Sawteq B-200“), installiert, die für den Zuschnitt der Stückzahl 1 eingesetzt wurde. Diese Säge gibt es auch heute noch, sie wird intern „Ferrari-Säge“ genannt und ist für die Schnellschüsse zuständig. Um sich optimal auf die Anforderungen der Zukunft einzustellen, wurde die Unternehmensberatung Lignum Consulting ins Boot geholt. Es wurde schnell klar, dass mehr Automation und Flexibilität notwendig sind. „Wir müssen alle Teile in der richtigen Reihenfolge fertigen – vom Zuschnitt bis zum Lkw,“ formuliert Karl Friedrich Rudolf die eigenen Ansprüche. Um das zu realisieren, ist eine optimale Hard- und eine optimale Software notwendig.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der HK 4/19

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Mittwoch 24.11.2021
Mittwoch 17.11.2021
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