Blum steigert Umsatz um 2,4 Prozent auf rund 2,495 Mrd. Euro

Das Vorarlberger Familienunternehmen Blum schließt das Wirtschaftsjahr 2025/2026 mit einem Umsatz von rund 2.495 Mio. Euro ab. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 2,4 %. Der internationale Beschlägehersteller sieht sich trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds gut aufgestellt und investiert konsequent in seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026 erwirtschaftete die Blum-Gruppe insgesamt 2.495,44 Mio. Euro Umsatz. „Das wirtschaftliche Umfeld bleibt anspruchsvoll. Geopolitische Spannungen, steigender Wettbewerb und unterschiedliche Entwicklungen in den Märkten gehören mittlerweile zu unserer Realität. Gleichzeitig sehen wir Chancen und positive Entwicklungen in vielen Bereichen. Entscheidend ist, dass wir uns als Unternehmen laufend weiterentwickeln und aus einer Position der Stärke heraus gestalten“, erklärt Philipp Blum, Geschäftsführer der Blum-Gruppe.
Derzeit lässt sich kein globaler Trend feststellen, die einzelnen Märkte entwickeln sich weiterhin unterschiedlich. Insgesamt konnte Blum jedoch in den meisten Märkten und Marktregionen leicht zulegen – trotz negativer Währungseffekte, die das konsolidierte Umsatzwachstum negativ beeinflusst haben. Die internationale Aufstellung der Blum-Gruppe mit insgesamt mehr als 30 Tochtergesellschaften und Kundennähe in über 120 Märkten bleibt daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor, wie Martin Blum, Geschäftsführer der Blum-Gruppe, betont: „Unsere Stärke liegt darin, globale Veränderungen früh zu erkennen und gleichzeitig die Nähe zu unseren Kunden zu bewahren. Gerade in volatilen Zeiten zeigt sich der Wert unserer internationalen Präsenz.“
Der Umsatz verteilt sich im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr zu 46 % auf die EU, 15 % auf den größten Einzelmarkt USA und 39 % auf die übrigen Märkte. Innovation als Grundlage zukünftigen Erfolgs Auch im vergangenen Wirtschaftsjahr investierte Blum konsequent in sein Produkt- und Lösungsportfolio. Mit der erfolgreichen Weiterentwicklung des Pocketsystems „Revego“ und der Einführung der neuen Farbe Eclipseschwarz für die Klappenfamilie „Aventos top“ für durchgängige dunkle Möbelkonzepte, setzte Blum wichtige Innovationsimpulse für seine internationalen Märkte. Neben neuen Produkten arbeitet das Unternehmen kontinuierlich an Services und Lösungen, die Kunden entlang ihrer gesamten Wertschöpfung unterstützen. „Innovationskraft bleibt einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren und wir arbeiten intensiv an neuen Lösungen für unsere Kunden. Wir freuen uns darauf, auf der interzum im Mai 2027 einige dieser neuen Ideen ins Scheinwerferlicht zu rücken“, betont Philipp Blum.
Ein strategischer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des internationalen Produktionsverbunds. Blum verfolgt das Ziel, die Stärken seiner weltweiten Produktionsstätten in Vorarlberg, Polen, USA und China künftig noch besser miteinander zu verknüpfen und als globales Netzwerk zu denken. „Wir entwickeln unsere Produktion konsequent als internationales Netzwerk weiter. Wir investieren dort, wo Märkte wachsen und Kundennähe wichtig ist, und verbinden die Stärken unserer Standorte weltweit noch enger miteinander. So sichern wir langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Lieferfähigkeit“, erklärt Martin Blum. Die internationale Zusammenarbeit innerhalb des Produktionsnetzwerks gewinnt dabei weiter an Bedeutung. Auch im vergangenen Geschäftsjahr investierte Blum gezielt in Produktionsanlagen, Gebäude,
Digitalisierung, Forschung und Entwicklung sowie in die Ausbildung junger Menschen. Von den insgesamt 168 Millionen Euro entfielen 120 Millionen Euro auf Vorarlberg. Neben Investitionen in den Ausbau des Produktionsnetzwerks in den USA und China stärkte Blum seine internationale Präsenz unter anderem durch die Eröffnung eines neuen Logistikzentrums für die APAC-Region in Malaysia sowie den Ausbau des Beyond-Components-Angebots in weiteren europäischen Märkten wie Norwegen, Schweden und Dänemark. „Unser langfristiger Erfolg basiert auf den Fähigkeiten, dem Engagement und der Verantwortung unserer Mitarbeitenden. Sie sind die Grundlage dafür, dass wir uns als Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln können“, betont Martin Blum und ergänzt: „Dafür möchten wir uns bei unseren Mitarbeitenden von ganzem Herzen bedanken.“
Trotz der zunehmenden Internationalisierung bleibt Vorarlberg das Zentrum des Unternehmens. Ein wesentlicher Teil der Investitionen floss daher auch im vergangenen Wirtschaftsjahr in die Weiterentwicklung der heimischen Standorte. „Unsere internationale Ausrichtung und unsere starke Verwurzelung in Vorarlberg ergänzen sich. Vorarlberg bleibt unser Kompetenzzentrum. Gleichzeitig entsteht unser Erfolg heute mehr denn je im Zusammenspiel unseres internationalen Blum-Netzwerks“, sagt Philipp Blum. Ob in Vorarlberg oder der Welt – Industrieunternehmen stehen vor großen Herausforderungen.
Neben geopolitischen Konflikten, steigenden Energie- und Rohstoffkosten sowie einem intensiver werdenden Wettbewerb beschäftigen Unternehmen zunehmend regulatorische Anforderungen und bürokratische Belastungen. „Wir unterstützen viele der gesellschaftlichen Ziele, die hinter neuen Regelungen stehen. Entscheidend ist jedoch, dass Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Innovation in einem ausgewogenen Verhältnis bleiben“, stellt Martin Blum klar. Gerade exportorientierte Industrieunternehmen seien auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen, um langfristig investieren und Arbeitsplätze sichern zu können, wie auch Philipp Blum betont: „Europa braucht wirtschaftliche Stärke, Innovationskraft und eine klare geopolitische Positionierung. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass zusätzliche Regulierungen nicht zu einem Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Regionen werden.“
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Blum weiterhin ein herausforderndes Marktumfeld. Gleichzeitig sieht das Unternehmen gute Voraussetzungen, um die Zukunft aktiv zu gestalten. Die Kombination aus Kundennähe, Innovationskraft, internationaler Zusammenarbeit und einem starken globalen Produktionsnetzwerk bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung des Familienunternehmens. „Wir blicken mit Zuversicht nach vorne. Die Herausforderungen werden nicht kleiner, aber wir sind überzeugt, dass wir mit unseren Mitarbeitenden, unseren Kunden und unserer langfristigen Ausrichtung gut gerüstet sind, um auch künftig erfolgreich zu sein“, ziehen Philipp und Martin Blum Bilanz.
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In der HK 3/26 erwartet Sie ein großes Italien-Special: HK-Chefredakteur Markus Schmalz ist über den Brenner gereist und hat neben dem zu Egger gehörenden Holzwerkstoffhersteller SAIB den Beschlaghersteller FGV besucht, der 2024 von der Hettich-Gruppe übernommen wurde. Weiterer Schwerpunkt der Ausgabe ist die Möbelkante. Das Supplement „Türen-Magazin“ beleuchtet zudem neueste Entwicklungen aus der Branche.
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