Dieffenbacher: Biomassekraftwerk und Digitalisierungslösung

Mit der Lieferung einer 55-MW-Biomassefeuerungsanlage, die zwei veraltete Bestandsanlagen ersetzen wird, ermöglicht Dieffenbacher dem irischen Holzwerkstoffhersteller Medite Smartply, bei der Energieerzeugung in seinem MDF-Werk in Clonmel vollständig auf Erdgas zu verzichten. Dieffenbacher Energy wird dabei sowohl das Engineering als auch die Maschinenlieferungen und die Montage sowie die Integration der neuen Energieanlage im laufenden Betrieb übernehmen. Darüber hinaus wird Medite Smartply das gesamte bestehende MDF-Werk mithilfe der Digitalisierungsplattform „Evoris“ digitalisieren.

„Durch die Modernisierung der kritischen Infrastruktur am gesamten Standort stärken wir die Prozesssteuerung, sichern eine gleichbleibende Produktqualität und investieren in die langfristige Zuverlässigkeit einer der führenden MDF-Produktionsstätten Europas“, erklärt Neil Foot, CEO von Medite Smartply. „Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Medite unterstreicht dieses Projekt unser langfristiges Vertrauen in das Unternehmen, unsere Mitarbeitenden und die Märkte, die wir bedienen“, fügt er hinzu.

Neben betrieblichen Verbesserungen wird Medite Smartply mit dem neuen System vollständig auf erneuerbare Biomasse als primäre Wärmequelle umstellen und damit gänzlich auf den Einsatz von Erdgas verzichten können. Dies dürfte zu einer erheblichen Reduzierung der CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen führen und wird Medite Smartply bei seinen Bemühungen unterstützen, die CO₂-Emissionen des Scope 1 im Rahmen seiner umfassenden Klimaschutzmaßnahmen zu senken.

Die Rost- und Staubverbrennungsanlage von Dieffenbacher Energy wird 20 MW Prozessdampf, 25 MW Rauchgas für den Trockner und 6 MW Thermalöl für die kontinuierliche Presse der MDF-Produktionslinie liefern, die 2002 ebenfalls von Dieffenbacher geliefert wurde. Zum Lieferumfang gehört außerdem das gesamte System zur flexiblen und bedarfsgerechten Versorgung der neuen Energieanlage sowie der Bestandsanlage mit Brennstoffen aus verschiedenen Quellen.

„Dieses Projekt ist ein weiteres eindrucksvolles Beispiel dafür, wie unsere integrierten Energielösungen einen echten Mehrwert für die Holzwerkstoffindustrie schaffen“, freut sich Sebastian Völker, Chief Sales Officer bei Dieffenbacher Energy. „Von der Aufbereitung der Brennstoffe bis zur Energieerzeugung liefern wir alles aus einer Hand, um Partnern und Kunden dabei zu helfen, in einer sich immer schneller verändernden Energielandschaft wettbewerbsfähig zu bleiben“, fährt er fort. Das MDF-Werk in Clonmel verfügt über eine Kapazität von 400.000 m³ pro Jahr. Der Baubeginn für das Biomassekraftwerk von Dieffenbacher Energy ist für Februar 2027 geplant. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage wird voraussichtlich etwa ein Jahr später erfolgen.

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