Hettich und Maxim Kashin Architects gewinnen zweimal „Best of Best“

Was passiert, wenn russische Avantgardekunst auf modernes Möbeldesign und innovative Beschlagtechnik trifft? Es können ganz neue Perspektiven auf Möbel und Räume entstehen. Dies zeigen zwei außergewöhnliche Designobjekte, die der Architekt Maxim Kashin von Maxim Kashin Architects in Zusammenarbeit mit Hettich entwickelt hat. Inspiriert vom Suprematismus, verbinden die Entwürfe eine konsequent geometrische Formensprache mit funktionaler Möbeltechnik von Hettich. Jetzt wurden beide Objekte bei den Iconic Awards 2026 des German Design Council mit der Auszeichnung „Best of Best“ prämiert: die „Suprematist furniture installation for Hettich“ in der Disziplin „Interior“ und das „Suprematist Bureau for Hettich“ in der Disziplin „Product“.
Die Iconic Awards verstehen sich als internationale Plattform für Architektur, Interior Design und Produktinnovation. Für Hettich und Maxim Kashin Architects ist die Auszeichnung eine besondere Bestätigung ihres gemeinsamen Ansatzes: Moderne Beschlagsysteme können zu einzigartigen, „ikonischen“ Gestaltungskonzepten für Möbel und Räume inspirieren.
Die künstlerische Idee hinter den beiden prämierten Möbelobjekten greift den Suprematismus auf, eine von Kasimir Malewitsch zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründete Richtung der russischen Avantgarde. Charakteristisch ist die Konzentration auf reine, gegenstandslose Kunst und elementare geometrische Formen. Der Architekt Maxim Kashin hat diese Gestaltungsprinzipien nun für Hettich in künstlerische Möbelobjekte übersetzt, die zusätzlich noch funktionale Qualitäten zeigen. Aus Flächen und geometrischen Körpern entstehen skulpturale Kompositionen, deren Erscheinungsbild sich mit dem Blickwinkel und durch die Bewegung einzelner Elemente immer wieder verändert.
Genau dieses Zusammenspiel überzeugte auch die internationale Jury der Iconic Awards: Beim Objekt „Suprematist Bureau“ verbindet sich nach ihrer Einschätzung russische Avantgardekunst mit moderner, weitgehend unsichtbarer Beschlagtechnik zu einem funktionalen Objekt. Was zunächst wie eine Skulptur erscheint, erweist sich als durchdachtes Arbeitsmöbel, das durch das Drehen und Öffnen seiner Elemente immer wieder neue geometrische Formen annimmt. Auch bei der ebenfalls prämierten „Suprematist furniture installation“ spielt die Transformation eine zentrale Rolle: Geometrische Flächen, Spiegelungen und Bewegung lassen Möbel und Raum optisch miteinander verschmelzen. Außen mit edlem Walnussfurnier versehen, stellt das leuchtend rote Innere einiger Schubkästen und Korpusse eine Reminiszenz der beiden Möbelobjekte an die Epoche russischer Avangarde-Kunst dar.
Eine wichtige technische Voraussetzung für diese Wandelbarkeit liefert das innovative Dreh-Schwenk-System „Furn Spin“ von Hettich. Dank seiner translatorischen Rotationsbewegung lässt sich ein komplettes Möbelelement im Handumdrehen um 180 Grad bewegen: So dreht sich auch beim Objekt „Suprematist Bureau“ das Innere nach außen und aus geschlossenen Fronten wird ein offener Möbelbereich. Das Überraschende: Statt Türen oder Klappen zu öffnen, wird hier ein großer Teil des Korpus selbst bewegt. Der Beschlag bleibt nahezu im Verborgenen und lässt der außergewöhnlichen Formensprache des Möbels optisch den Vortritt. Damit wird Technik als Gestaltungselement auch zum Mittel der Transformation. Durch die Bewegung verändern sich Geometrie, Funktion und Wahrnehmung des Möbels.
Für Architekten und Designer eröffnet dies Möglichkeiten, Nutzung und Gestaltung unerwartet neu miteinander zu verbinden. Neben dem „Furn Spin“ kommen in den beiden prämierten Möbelobjekten weitere Hettich-Systeme zum Einsatz. Dazu gehören das Schubkastensystem „Avan Tech YOU“, teils ausgestattet mit dem LED-Licht-Feature „Illumination“, oder ausziehbare Tablare auf der Auszugsführung Actro 5D, dazu das Schnellmontage-Topfscharnier „Sensys“ für Möbeltüren sowie die Systeme zur Schrankinnenausstattung „Iseo“, „Lario“, „Olona“, „Salso“ und „Senio“. Die Jury der Iconic Awards hebt beim „Suprematist Bureau“ entsprechend hervor, dass innovative Beschlagtechnik auch künstlerisch geprägte Formen für praktisch nutzbare Räume erschließen kann.
Einem internationalen Fachpublikum wurden die gemeinsam entwickelten Möbelobjekte bereits auf der Fachmesse Furniture Interior Woodworking (FIW) 2026 in Almaty, Kasachstan, präsentiert. Hettich Central Asia möchte den Dialog mit der Architektur- und Designszene nun weiterführen: Am 10. Dezember 2026 plant das Team am Hettich-Stammsitz in Kirchlengern erstmalig die Veranstaltung „Hettich Design Days 2026“ speziell für russischsprachige Architekten, Innenarchitekten und Designer. Im Mittelpunkt sollen der fachliche Austausch sowie neue Impulse für Möbel- und Raumkonzepte stehen.
Aktuelles
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