Orgatec mit rund 40.000 Besuchern um 10.000 unter 2024er-Ausgabe

Die Orgatec brachte jetzt die internationale Workspace- und Contract-Branche in Köln zusammen. Unterm Strich ist die Messe gegenüber dem Ergebnis von 2024 mit 738 Ausstellern deutlich geschrumpft auf nurmehr 550 Unternehmen aus 39 Ländern. Der Auslandsanteil auf Ausstellerseite betrug 78 Prozent. Der Rückgang der Aussteller spiegelte sich auch in den geringeren Besucherzahlen wider. Rund 40.000 Fachleute aus 121 Ländern – etwa 56 Prozent aus dem Ausland – kamen zur Messe, rund 10.000 weniger als 2024.
Mit „From rooms to relationships: designing spaces in an ever-changing world“ führte die Orgatec 2026 erstmals ein übergeordnetes Leitthema ein. Im Zentrum stand die Frage, wie Arbeits- und Objekträume gestaltet werden können, die den Menschen in den Fokus rücken, Begegnung und Zusammenarbeit fördern und zugleich flexibel auf sich wandelnde Anforderungen reagieren.
Für Synergieeffekte sorgte die Design Post Köln, die im Rahmen der parallel stattfindenden IDD Cologne auch dem Orgatec-Fachpublikum zugänglich war. Die Besucherqualität und die Möglichkeiten, Geschäftskontakte zu knüpfen, wurden von den Ausstellern positiv bewertet. Mit der Einführung eines übergeordneten Leitthemas und der Weiterentwicklung des „Wherever Whenever – Work Culture Festivals“ setzte die Orgatec neue Akzente in ihrer inhaltlichen und konzeptionellen Ausrichtung.
Wie vielfältig die Antworten auf das Leitthema ausfallen können, spiegelte sich im Angebotsspektrum wider. Zahlreiche Unternehmen griffen das Thema „From rooms to relationships: designing spaces in an ever-changing world“ in ihren Präsentationen und Produktneuheiten auf. Modulare und individualisierbare Einrichtungssysteme, flexibel konfigurierbare Raum-in-Raum-Lösungen und multifunktionale Flächenkonzepte verdeutlichten, wie sich Räume an unterschiedliche Bedürfnisse und Nutzungssituationen anpassen lassen. Offene Kommunikationszonen und informelle Treffpunkte mit komfortablen Soft-Seating-Konzepten zeigten, wie der persönliche Austausch unterstützt und das Miteinander gestärkt werden kann. Ergonomische Möbel und bewegungsfördernde Ansätze rückten das körperliche Wohlbefinden in den Fokus.
Ein Highlight des Orgatec-Eventprogramms war erneut das in Zusammenarbeit mit dem IBA organisierte „Wherever Whenever – Work Culture Festival“, das nach seiner Premiere 2024 in die zweite Runde ging. Ein hochkarätiges Speaker-Line-up setzte mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen wichtige Impulse für die Zukunft des Büros, moderne Arbeitswelten und die Arbeitskultur von morgen. Workshops, Ausstellungen und interaktive Formate ergänzten das abwechslungsreiche Programm. Gelegenheit für Networking in entspannter Atmosphäre bot die „Orgatec x WW-Festival Party“ mit einem Auftritt der Popsängerin Alice Merton.
Die Sonderausstellung „Orgatec 2026 presents the Eames Pavilion System by Kettal in collaboration with the Eames Office“ veranschaulichte anhand zweier begehbarer Ausführungen, wie die Gestaltungsprinzipien von Charles und Ray Eames in einem modularen Bausatz zeitgemäß umgesetzt werden können. Guided Tours erleichterten die Orientierung im vielfältigen Ausstellungsangebot, während Besuchende mit „Your Perfect Day @ Orgatec“ ihren Messetag anhand empfohlener Themenrouten individuell gestalten konnten.
„Die Orgatec 2026 hat gezeigt, wie wichtig starke Branchenplattformen gerade in einer weiterhin angespannten Marktlage sind. Dabei überzeugte die Leitmesse auf ganzer Linie – von den innovativen Ausstellerpräsentationen über den Besuch internationaler Entscheider bis hin zum hochkarätigen Eventprogramm. Gemeinsam mit unserem Partner, dem Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA), ist es uns erneut gelungen, Köln als führenden Treffpunkt für die Zukunft der Arbeits- und Objektwelten zu positionieren“, so Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse.
Auch Helmut Link, Vorstandsvorsitzender des IBA, zieht ein positives Fazit: „Auf der Orgatec 2026 wurde deutlich, wie konsequent die Industrie den Wandel der Arbeitswelt mit neuen Ideen und Konzepten vorantreibt. Angesichts eines rückläufigen deutschen Marktes kommt es mehr denn je darauf an, internationale Märkte zu erschließen, Kundenbeziehungen zu festigen und neue Partnerschaften aufzubauen. Die Orgatec hat dabei für die Branche einen zentralen Stellenwert: Sie bringt Angebot und Nachfrage zusammen, schafft konkrete Geschäftschancen und stärkt damit die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unserer Industrie.“
Parallel zur Orgatec fanden die Interior Design Days (IDD Cologne) statt, die das thematische Spektrum um den Bereich des privaten Wohnens erweiterten. Herzstück der Veranstaltung war die Design Post Köln mit mehr als 40 internationalen Marken. Erstmals Teil der IDD Cologne war das Wall Studio Cologne in der Kölner Südstadt. Der Standort erweiterte das Angebot um hochwertige Wandbekleidungen, Farben, Bodenlösungen, keramische Oberflächen und architektonische Gestaltungselemente. Auch das Machwerkhaus köln wurde wieder zu einem Anlaufpunkt für Design, Handwerk und urbane Produktion. Auf dem ehemaligen Industrieareal in Kalk boten Hallen, Werkstätten und Schauräume Einblicke in zeitgenössische Gestaltung, innovative Materialien und neue Produktionsansätze.
Darüber hinaus beteiligten sich zahlreiche Showrooms und Stores im Kölner Stadtgebiet an der IDD Cologne. Von etablierten Einrichtungshäusern bis hin zu spezialisierten Designadressen machten sie die Vielfalt der lokalen Interior-Szene erlebbar und luden zum Entdecken und Austauschen ein. Die Design Season Cologne bereicherte das Programm zudem als urbanes Designfestival mit weiteren Veranstaltungen und Formaten. Die nächste Ausgabe der IDD Cologne findet 2028 erneut parallel zur Orgatec statt.
Gemeinsam bildeten Orgatec, IDD Cologne und Design Season Cologne eine stadtweite Interior-Woche, die mit Workspace, Contract und Residential unterschiedliche Bereiche der Einrichtungsbranche miteinander verband und Fachpublikum und Designinteressierte zusammenführte. Die nächste Orgatec findet vom 10. bis 13. Oktober 2028 in Köln statt und steht im Zeichen des 75-jährigen Jubiläums der internationalen Leitmesse.
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