Claudia Küchen im Interview

Für Schattdecor ist die Interzum 2023 das Top-Ereignis des Jahres. Die Besucher dürfen sich auf viele neue Produkte, Dekore und Lösungen des Oberflächenspezialisten freuen. Im Gespräch mit der HK gibt Claudia Küchen, Vorstand Design und Marketing, vorab einen Einblick in die Highlights. Außerdem äußert sie sich zum neuen Trendkonzept „Freiraum“, zu den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie zu den Kooperationen mit Fine Decor und HSG.

Claudia Küchen, Vorstand Design und Marketing bei Schattdecor

Frau Küchen, in wenigen Tagen beginnt die Interzum 2023. Mit welchen Gefühlen reisen Sie nach Köln und welche Impulse erwarten Sie von der Weltleitmesse?

Wir fahren sehr positiv gestimmt zur Interzum und freuen uns riesig, nach vier Jahren Pause endlich wieder an diesem Top-Event teilnehmen zu dürfen. Schattdecor wird in Köln sehr viele neue Produkte, Dekore und Lösungen präsentieren. Darunter sowohl komplette Neuheiten als auch Dekore, die wir in letzter Zeit platziert haben, die aber nun erstmals in diesem internationalen Format wirken können. Gemäß dem Schattdecor-Motto „One Source. Unlimited Solutions“ steht immer der Kunde im Fokus. Es geht darum, ihm die perfekten Lösungen aus einer Hand anzubieten. Entweder kommen diese direkt von Schattdecor oder aus dem Netzwerk unserer Partner. Insgesamt glauben wir, dass die Interzum 2023 eine Menge Impulse und Inspirationen bringen wird. Schließlich bedeutet das Comeback der Weltleitmesse nicht nur ein Wiedersehen mit Kunden aus aller Welt, sondern auch mit den Kollegen der globalen Schattdecor-Standorte. Eine starke Interzum mit zahlreichen persönlichen Begegnungen wird auch das „Wir-Gefühl“ in der Branche stärken.

Können Sie uns schon ein paar Informationen zum neuen Trendkonzept von Schattdecor geben?

Zur Interzum beschäftigt sich das neue Trendkonzept „Freiraum“ stark mit den Bereichen Leben, Wohnen und Arbeiten. Warum der Name Freiraum? Außergewöhnliche Zeiten mit multiplen Krisen erfordern es, neue Wege zu gehen und die Chancen der Veränderung, die sich bieten, zu nutzen. Das schafft eine Menge Freiraum. Diesen nutzen wir, indem wir Oberflächen innovativ gestalten, neue Material-Evolutionen zulassen und auch mal Designs umsetzen, die früher aufgrund der technologischen Möglichkeiten gar nicht umsetzbar oder vorstellbar gewesen wären. Der Begriff steht für gedanklichen und gestalterischen Freiraum.

Welche neuen Designs und Oberflächen bestimmen den Interzum-Auftritt von Schattdecor?

Die Besucher werden erleben, dass die Grenzen zwischen den Lebensbereichen fließen. Formen und Farben werden universeller und überall einsetzbar. Insgesamt wird es wohnlicher. Natürlich anmutende Dekore, ergänzt durch attraktive Unifarben spielen dabei eine große Rolle. Zu den Highlight-Dekoren gehören unter anderem „Karlstad Eiche“, „Charlston Pine“, „Ottawa“ und „Omega Oak“. Wir haben auch einige neue Steindekore wie zum Beispiel „Acapulco“ im Programm. Bei unserer Neuheit „Fineflex Metallic“ ist der Farbton „Perlbronze“ hervorzuheben. Ein ganz großer Trend sind momentan Stäbchen- oder Lamellenoptiken. So werden wir zum Beispiel den Bestseller „Karlstad Eiche“ in einer zusätzlichen Lamellenvariante auf der Interzum vorstellen. Das ist sehr spannend, weil hier eine klassische Dekorstruktur mit einer modernen Lamellenversion kombiniert wird.

Stichwort Lamellenoptiken: Ebnen solche streifigen Designs den Weg zu eleganteren Dekoren? Schließlich ist schon seit einiger Zeit zu beobachten, dass Rustikales auf dem Rückzug ist.

Nachdem der rustikale Trend vor ein paar Jahren seinen Höhepunkt erreicht hat, wurde von vielen Experten erwartet, dass das Dekordesign ruhiger wird. Allerdings hat die Corona-Zeit diese Entwicklung ein wenig ausgebremst. Bei vielen Endkonsumenten stehen rustikale Dekore für Authentizität und Gemütlichkeit, was ja gerade während der Pandemie sehr gefragt war. Im Moment ist die Situation ambivalent und zielgruppenabhängig. Man kann sagen: Je designorientierter, desto eleganter. Und je konsumiger, desto rustikaler. Im hochwertigen Bereich, zum Beispiel bei Küchenmöbeln, geht die Tendenz in Richtung ruhige Dekore mit wenig Ästen und Blumen. Die „Karlstad Eiche“ bildet hier den optimalen Übergang. Dennoch ist auch das Rustikale immer noch präsent. Auch deshalb, weil es sehr online-tauglich ist und markante Details im Internet ihre Stärken haben.

Der Digitaldruck ist mittlerweile in der Branche angekommen. Welche Innovationen hat Schattdecor hier in letzter Zeit vorangetrieben?

Wir werden zur Interzum natürlich auch neue Digitaldruck-Dekore zeigen. Unter anderem wird am Eingang unseres Messestandes wieder ein großes, digital gedrucktes Key Visual, das Dekor „Vaia“, zu sehen sein. Der Digitaldruck hat sich sehr gut etabliert und schafft eine große kreative Spielwiese, auf der sich Kunden und Designer austoben können. Mittlerweile ist in der Branche auch bekannt, dass Schattdecor der richtige Ansprechpartner für solche besonderen Lösungen ist.

Das vollständige Interview lesen Sie in der HK 2/23

Das digital gedruckte Key-Visual „Vaia“ wird den Eingang des Schattdecor-Messestands auf der Interzum schmücken

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