Egger: Projekte im Werk Markt Bibart gehen in großen Schritten voran

Die Egger Gruppe mit Stammsitz in St. Johann in Tirol (AT) investiert über 200 Millionen Euro in ihr 22. Werk in Markt Bibart (DE) und realisiert damit eines der größten Investitionsprojekte der Branche (die HK berichtete). Gleichzeitig ist es eine Investition in die strategischen Fokusthemen Nachhaltigkeit, Veredelung und Automatisierung. Der Holzwerkstoffhersteller setzt umfangreiche, mehrstufige Investitionsschritte, die im Herbst 2026 abgeschlossen werden sollen. Die einzelnen Teilprojekte liegen im Zeitplan, und mehrere Meilensteine wurden nun erreicht: der Beginn der Inbetriebnahme der Recyclingholz-Aufbereitungsanlage, die Fertigstellung der Produktionshalle, in der die erste Beschichtungsanlage Einzug halten wird, sowie der Montagebeginn dieser ersten Kurztaktpresse. Alle diese Fortschritte wurden mit Mitarbeitenden, Partnern und Vertretern der lokalen Behörden auf dem Richtfest gefeiert.

„Wir sind vom großen Potenzial des Werks Markt Bibart überzeugt. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und Partnern entwickeln wir das Werk zu einem hochmodernen Holzwerkstoff-Standort weiter. Markt Bibart wird eine bedeutende strategische Rolle in der Gruppe einnehmen. Wir sind stolz, dass wir mit den Bauarbeiten in Rekordgeschwindigkeit vorankommen. Dabei handelt es sich um eine große und erfolgreiche Teamleistung“, so Michael Egger jun., Egger Gruppenleitung Vertrieb/Marketing.

Eine Neuerung, die mit den Investitionsvorhaben einhergeht, ist der Einsatz von Recyclingholz in den vor Ort hergestellten Spanplatten. Damit aus Recyclingholz ein hochwertiger Plattenwerkstoff entsteht, bedarf es spezieller Anlagen, die das Material hocheffizient aufbereiten. Eine solche hochmoderne Aufbereitungsanlage wird im Zuge der Investitionsvorhaben im Werk Markt Bibart installiert. Im September begann stufenweise ihre Inbetriebnahme, und das Hochfahren der Anlage wird über die nächsten Monate erfolgen. Die Grundlage für diese Investition liegt für Egger klar in seiner Strategie des nachhaltigen Wirtschaftens. Die Egger Gruppe steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Holz. Das Arbeiten in geschlossenen Kreisläufen bildet ein Kernelement der Nachhaltigkeitsstrategie. Besonders wird die Flexibilität des Werks Markt Bibart sein, die eine variable Steuerung der eingesetzten Holzsortimente gemäß den jeweiligen Kundenanforderungen erlauben wird.

Eine weitere große Neuerung betrifft die Schaffung von Veredelungskapazitäten. Das Werk verfügt aktuell über Anlagen zur Produktion von Rohspanplatten mit einer Kapazität von bis zu 650.000 m3 jährlich. Bestehende Kunden werden auch weiterhin verlässlich mit Rohspanplatten höchster Qualität beliefert. Ein Teil der Produktionsmenge wird künftig beschichtet werden. Auf diesem Weg soll langfristig eine Auslastung der Produktionskapazitäten sichergestellt und für Kunden das breite Egger-Produktportfolio an beschichteten Spanplatten mit trendgerechten Dekoren und vielfältigen Strukturen zur Verfügung gestellt werden. Die Produktionshalle, in der die erste Kurztaktpresse Einzug halten wird, wurde gerade fertigstellt. Mit der Montage der Kurztaktanlage wurde bereits begonnen. Ab Anfang 2026 soll sie schrittweise ihre Produktion aufnehmen.

In mehrfacher Hinsicht gab es also Grund zu feiern im Werk Markt Bibart. Anlässlich der erreichten Baufortschritte fand im August das Richtfest mit rund 400 Gästen statt. Veranstaltungsort war jene Produktionshalle, in der die erste Kurztaktpresse installiert wird. Zum Anlass ihrer Dachgleiche fanden sich Vertreter der bauumsetzenden Unternehmen, des Projektteams, die Mitarbeitenden des Werks sowie Bürgermeister Klaus Nölp mit Mitgliedern des Gemeinderats, Michael Egger jun., die Divisionsleitung und Werksleitung ein, um gebührend zu feiern.

In einem geplanten Zeitraum bis Herbst 2026 soll die Umsetzung der Investitionsvorhaben im Werk Markt Bibart in mehreren Stufen abgeschlossen werden. Neben den Teilprojekten Recyclingholzaufbereitung und Schaffung von Beschichtungskapazitäten stehen auch automatisierte Lagerflächen und Optimierungen bei bestehenden Anlagen auf der Agenda. All diesen Projekten ist gemein: Egger setzt auf modernste Anlagentechnik nach dem aktuellen Stand der Technik. Mit Umsetzung der Investitionen werden ca. 70 weitere Arbeitsplätze im Werk entstehen.

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