Adler nimmt moderne Abwasserreinigung in Betrieb

„Saubere Arbeit – saubere Umwelt“: Unter diesem Motto hat der österreichische Lackhersteller Adler in den 1990er-Jahren sein Umweltschutz- und Recyclingzentrum in Betrieb genommen. Über die Jahre wurden die Anlagen immer wieder auf den aktuellen Stand der Technik angepasst. Zuletzt ging in diesem Jahr eine neue, moderne Abwasserreinigung in Betrieb. Behälter- und Gebindereinigung, Wertstofftrennung und Abluftaufbereitung: Im Umweltschutz- und Recyclingzentrum (URZ) von Adler laufen alle Prozesse rund um das Umweltmanagement zusammen.
Ein Herzstück des URZ ist die Abwasserreinigungsanlage: Sämtliche Abwässer, die bei der Lackentwicklung und -herstellung sowie bei der Reinigung von Behältern und Arbeitsgeräten anfallen, werden hier gesammelt und geklärt. „Mittlerweile stellt Adler mehr als zwei Drittel aller Produkte auf Wasserbasis her, die Produktionsmenge hat sich seit den 1990er-Jahren vervielfacht und soll weiter steigen. Unsere bestehende Anlage wäre damit über kurz oder lang an ihre Leistungsgrenzen gekommen“, erklärt Dr. Albert Rössler, Geschäftsleiter Forschung & Entwicklung. Um Spielraum für künftiges Wachstum zu schaffen, wurde das URZ daher mit einer neuen, leistungsfähigen Abwasserreinigungsanlage ausgestattet.
Die neue Anlage besitzt nicht nur deutlich höhere Kapazität, auch Qualität und Effizienz der Abwasserreinigung steigen: „Alle Lackbestandteile werden in komplexen chemischen und physikalischen Verfahren aus dem Abwasser gefiltert“, erläutert Thomas Klausner, Leiter der Adler-Betriebstechnik. „Mit unserer neuen Anlage können wir die Qualität dieser Prozesse weiter verbessern.“ Das bedeutet: Der ohnehin bereits sehr hohe Reinheitsgrad des Abwassers steigt, die Entsorgungsmengen sinken deutlich, die Menge der für den Reinigungsprozess eingesetzten Chemikalien wird mehr als halbiert.
Reduziert wird auch der Frischwasserbedarf, da ein Teil des geklärten Abwassers für interne Prozesse wiederverwendet wird. Und schließlich profitieren auch die Mitarbeiter im Team des Umweltschutz- und Recyclingzentrums: „Die neue Anlage ist komplett digital gesteuert und kann bequem vom Computer aus bedient werden. Das bedeutet für uns weniger Zeitaufwand, reduzierte Fehlerquellen und ein Plus an Ergonomie“, betont URZ-Leiter Alfred Pernik. Die Umsetzung des Projekts, in das Adler 1,6 Millionen Euro investiert hat, war herausfordernd. Einerseits musste die Anlage auf die verfügbare Raumgröße dimensioniert werden, andererseits galt es, den Umbau während des laufenden Betriebs zu realisieren. Zu diesem Zweck wurde eine temporäre Anlage als Interimslösung installiert, die Bauzeit konnte dank gründlicher Vorbereitung auf wenige Monate verkürzt werden.
Alle Rädchen im Adler-Werk griffen im Vorfeld reibungslos ineinander: Vom Laborteam, das die chemischen Reinigungsprozesse austüftelte, über die Qualitätssicherung bis zur Betriebstechnik – und natürlich zum Team im URZ, das die Übergangszeit mit viel Einsatz bewältigte. Dr. Albert Rössler bilanziert positiv: „Im Namen der Geschäftsleitung gilt mein Dank den vielen kompetenten und engagierten Mitarbeitern in unserem Team, die das komplexe Projekt hervorragend gemeistert haben. Mit der Modernisierung unserer Abwasserreinigung legen wir eine Grundlage für eine erfolgreiche Weiterentwicklung von Adler als führendem Anbieter umweltschonender Wasserlacke.“
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