Egger: „Stabile Geschäftsentwicklung zum Halbjahr“

Mit einem nach eigenen Angaben konsolidierten Umsatz von 2,1 Mrd. Euro (-7,0 % zum Vorjahr) hat die Egger Gruppe mit Stammsitz in St. Johann in Tirol das erste Halbjahr ihres Geschäftsjahres 2023/2024 abgeschlossen. Wie aus einer entsprechenden Mitteilung zu entnehmen ist, habe sich das Unternehmensumfeld herausfordernd gestaltet – und dies aufgrund anhaltend hoher Inflation, hoher Zinsen, volatiler Rohstoffpreise und geopolitischer Krisen. Angesichts dieser Gemengelage zieht der Holzwerkstoffhersteller „ein zufriedenes Resümee ob seiner stabilen Entwicklung im ersten Halbjahr 2023/2024“.
Thomas Leissing, Sprecher der Egger-Gruppenleitung und verantwortlich für Finanzen/Verwaltung sagt dazu: „Die ersten sechs Monate unseres Geschäftsjahres haben uns viel abverlangt.“ Die anhaltend hohe Inflation in vielen Regionen, die verschärften Kapitalanforderungen in der Eigenheimbeschaffung und die weltweiten geopolitischen Unsicherheiten hätten eine generelle Konsumschwäche und Nachfragerückgänge in fast allen Märkten bedingt. „Wir verdanken es dem Einsatz unserer über 11.000 Mitarbeitenden, dass wir dennoch einen gruppenweiten Umsatz berichten können, der nur leicht rückläufig ausfiel,“ so Leissing weiter. „Insbesondere freuen wir uns, dass wir im abgelaufenen ersten Halbjahr 2023/2024 erfolgreich strategisch richtungsweisende Entscheidungen auf den Weg bringen konnten, wie den Erwerb unseres 22. Produktionsstandorts in Markt Bibart und das Klimaschutz-Bekenntnis der Egger Gruppe zum Net Zero Ziel 2050.“
Unterm Strich erzielte die Egger Gruppe im ersten Halbjahr 2023/2024 einen Umsatz von 2.097,8 Mio. Euro (-7,0 % zum 1. Halbjahr 2022/2023) und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungenvon 299,2 Mio. Euro (-15,4 % zum Vorjahreszeitraum). Die EBITDA-Marge betrage 14,3 %, die Eigenkapitalquote liege auf dem Niveau von 44,9 %. Dieses Ergebnis spiegele die hochvolatilen Rahmenbedingungen der vergangenen sechs Monate wider, hieß es dazu. Umsatz- und Ergebnisrückgänge beträfen überproportional die Produktbereiche Fußboden, OSB und Schnittholz.
Der Vorjahreszeitraum sei teilweise noch von einem „außergewöhnlich guten Marktumfeld und Margenniveau geprägt“ gewesen. Die Produkte für den konstruktiven Holzbau und Fußboden seien von der rückläufigen Bauindustrie betroffen. Positive Effekte auf die Umsatzentwicklung im Bereich der dekorativen Produkte für den Möbel- und Innenausbau hätten sich aus dem erstmaligen Einbezug des Werks Caorso ergeben, an dem Egger seit Ende 2022 eine Mehrheitsbeteiligung hält. Darüber hinaus habe das Werk in Lexington Mengensteigerungen durch den weiteren Marktausbau in den USA erreicht. Unterm Strich hätten diese Effekte zum gruppenweiten Umsatz und Ergebnis leicht unter dem Niveau des Vorjahres geführt.
Die Investitionen hätten sich im ersten Halbjahr 2023/2024 auf 238,6 Mio. Euro (229,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum) belaufen. Fokusbereiche seien der Ausbau der aktiven Rückwärtsintegration und die weitere Steigerung der Nachhaltigkeitsleistung gewesen. Dem Thema Kreislaufwirtschaft sei Egger mit Investitionen in Anlagen zur Aufbereitung von Recyclingholz und in eigene Sammelstandorte begegnet. Seinem zweiten Geschäftshalbjahr 2023/2024 sieht Egger eigenen Angaben zufolge mit einer gedämpften Ergebniserwartung entgegen. Der Holzwerkstoffhersteller rechnet, auch bedingt durch saisonale Effekte, mit einem weiteren Nachfrage-Rückgang.
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