Häfele eröffnet hochmodernes Versand-Zentrum in Nagold

Häfele hat jetzt seinen neuen Logistikbereich auf dem Wolfsberg in Nagold feierlich eröffnet. Gemeinsam mit der Gesellschafterfamilie, der Geschäftsführung, Mitarbeitenden sowie Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und dem Projektumfeld feierte das Familienunternehmen die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts seiner größten Investition in der Unternehmensgeschichte. Mit der Eröffnung des neuen Logistikbereichs setzt Häfele ein Zeichen für seine langfristige Weiterentwicklung. Diese Investition in den Wirtschaftsstandort Deutschland unterstreicht Häfeles Bekenntnis zu seiner Heimat Nagold im Nordschwarzwald. Der Neubau ist Teil eines umfassenden Zukunftsprojekts, das den hochmodernen Logistikbereich mit Innovations-, Veranstaltungs- und Begegnungsflächen verbindet.
Rund 350 geladene Gäste fanden sich bei sommerlichen Temperaturen auf dem Gelände der neuen Logistik am Wolfsberg ein. Nach der Begrüßung durch den für die Logistik verantwortlichen Geschäftsführenden Direktor Boris Katic sprachen Sibylle Thierer, Vorsitzende des Verwaltungsrats, der baden-württembergische Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Dörflinger sowie der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Gregor Riekena, über die Bedeutung des Projekts für das Unternehmen, den Standort und die Region. „Die neue Logistikwelt ist ein großer Schritt für Häfele. Ich sehe sie als ein weiteres wichtiges Zahnrad im Wirtschaftsmotor Baden-Württembergs und der Region. Denn Logistik ist eine Schlüsselkompetenz der Gegenwart und der Zukunft. Gerade im produzierenden Gewerbe ist sie das Herzstück der gesamten Wertschöpfung. Wenn dieses Herz nicht mehr schlägt, kommt alles andere zum Stillstand. Häfele ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie eine zukunftsweisende Gestaltung der Lieferkette, gelebte Nachhaltigkeit und hohe Innovationskraft nahtlos ineinandergreifen“, sagte Thomas Dörflinger, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus.
Mit dem Durchschneiden des roten Bandes durch die Vorsitzende des Verwaltungsrats und die Geschäftsleitung sowie dem symbolischen Einlagern eines Warentransportbehälters mit einem Häfele Lighting Produkt durch Boris Katic und Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann wurde der neue Logistikbereich offiziell eröffnet. Bei anschließenden Führungen durch den Neubau nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich ein Bild vom Gesamtprojekt und den nächsten Entwicklungsschritten auf dem Wolfsberg zu machen. Später am Nachmittag kamen die Gäste bei Snacks und kühlen Getränken auf dem Vorplatz des Logistikgebäudes miteinander ins Gespräch. In den auf dem Hof platzierten Ausstellungsmobilen konnten sie sich zudem über Häfele Lösungen informieren. Die gesamte Veranstaltung wurde von einer offenen und zuversichtlichen Stimmung getragen. Zwischen Führungen, persönlichen Gesprächen und einem gemeinsamen After Work wurde deutlich, wofür das Projekt steht: für neue Ideen, Zusammenarbeit und das gemeinsame Gestalten der Zukunft.
Der Wolfsberg in Nagold ist seit Jahrzehnten eng mit der Entwicklung von Häfele verbunden. Bereits 1968 schuf Walther Thierer, der das Unternehmen nach seinem Onkel Adolf Häfele in zweiter Generation führte, mit dem Erwerb der ersten Flächen auf dem Wolfsberg die Basis für den heutigen Standort. Mit dem Umzug des Versandzentrums im Jahr 1974 vom Standort am heutigen Häfele Hauptsitz auf den Wolfsberg begann dessen kontinuierlicher Ausbau für die internationale Distribution. Seither wurde es fortlaufend erweitert und modernisiert. Die neue Anlage knüpft an diese Entwicklung an und schafft die Grundlage für weiteres Wachstum. Mit dem hochautomatisierten Shuttlelager investiert Häfele in leistungsfähige, ergonomische und ressourcenschonende Prozesse. Gleichzeitig entsteht auf dem Wolfsberg Schritt für Schritt ein offenes Areal mit Showroom, Akademie, Gastronomie, Veranstaltungs- sowie Innovations- und Werkstattflächen. Ergänzt wird das Konzept durch eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform.
„Mit dieser Investition, der größten in der Unternehmensgeschichte, stellen Gesellschafter und Geschäftsleitung die Weiterentwicklung von Häfele im zweiten Unternehmensjahrhundert sicher. Wir vertrauen in die Menschen, die bei und mit uns arbeiten. Wir vertrauen in die Zukunft – bei allen Unwägbarkeiten, die wir in den letzten Jahren erlebt haben und die uns weiter begleiten werden. Und wir vertrauen in die Region“, sagte Sibylle Thierer, Vorsitzende des Häfele Verwaltungsrats. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der Logistik beginnt nun das nächste Kapitel des Gesamtprojekts. Bis 2028 folgen der Turm mit Aussichtsplattform und weitere Gebäudeteile.
Herzstück des ersten Bauabschnitts ist ein hochautomatisiertes Shuttlelager, ausgestattet mit rund 96.000 Warentransportbehältern. 132 selbstfahrende Shuttles bewegen diese Behälter auf 33 Ebenen in vier Regalgassen. Bis zu 2.038 der Kunststoffboxen können pro Stunde ein- und ausgelagert werden. Das Prinzip „Ware zur Person“ bringt die Artikel automatisch an ergonomische Kommissionierarbeitsplätze. Ein lichtgestütztes Kommissioniersystem (Pick-by-Light) zeigt den richtigen Entnahmeplatz an und unterstützt eine schnelle, fehlerarme Bearbeitung.
„Wir machen mit dem Neubau einen großen Schritt im Thema Technologie und steigern damit unsere Versandkapazitäten des bestehenden Logistikstandorts. Aber darüber hinaus führen wir ein neues Konzept ein: Die Ware kommt nun zur Person, statt umgekehrt. Wir schaffen deutlich ergonomischere Arbeitsplätze und werden gleichzeitig effizienter und produktiver sein“, betonte Boris Katic, Geschäftsführender Direktor für die Supply Chain. Eine intelligente Software berechnet für jeden Auftrag automatisch die optimale Kartongröße (Case Calculation). Dadurch lassen sich Verpackungsmaterial und Versandvolumen deutlich reduzieren, während Kartonkeile, automatische Belegbeigabe und Etikettierung für einen effizienten Versand sorgen.
Kunden von Häfele profitieren von kürzeren Durchlaufzeiten und mehr Flexibilität. Künftig können auch spät eingehende Kundenwünsche noch am selben Tag bearbeitet und versendet werden. Selbst bei schwankender Nachfrage und hohen Auftragsspitzen ermöglichen die neuen Prozesse eine schnelle und zuverlässige Versorgung am selben Tag. Mit dem neuen Logistikbereich stärkt Häfele seine Versandkapazitäten am Stammsitz Nagold und entwickelt den Standort gemeinsam mit Lehrte und weiteren europäischen Standorten zu einem leistungsfähigen Netzwerk weiter. Er verbindet technologische Exzellenz mit Verantwortung für Mitarbeitende, Kunden und Region und schafft so die Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte des Familienunternehmens.
Verantwortungsbewusstes Handeln prägt das Projekt von der Bauweise bis zum laufenden Betrieb. Das Energiekonzept kombiniert einen der größten Eisspeicher Deutschlands mit Wärmepumpen und Photovoltaik auf Dach und Fassade. Dadurch ist der Gebäudekomplex im Bereich Wärme und Kälte bilanziell energieautark ausgelegt. Auch beim Bau setzt Häfele konsequent auf Ressourcenschonung: 28.000 Tonnen Abbruchmaterial wurden wiederverwendet, der Turm entsteht zu 30 Prozent aus Recyclingbeton. Der KfW-40-Standard – ungewöhnlich für einen Bau dieser Größenordnung – sowie die angestrebten DGNB-Gold- und QNG-PLUS-Zertifizierungen unterstreichen diesen Anspruch.
Das Ziel, Ressourcen zu schonen, zeigt sich zudem im Betrieb: „Mit dem neuen automatisierten Verpackungsprozess können wir künftig die Menge von Füllmaterial deutlich senken, die Höhe der Pakete reduzieren und damit das Transportvolumen verringern“, unterstrich Boris Katic und ergänzte: „Neben vielen Schritten hin zu nachhaltigerem Handeln, die hinter den Kulissen vorangetrieben werden, wird das ein für die Kunden sichtbares, wichtiges Signal sein, dass wir ihre Ansprüche an nachhaltige Verpackung umsetzen.“ Für Häfele ergänzen sich ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Effizienz. Beides versteht das Unternehmen als Voraussetzung für langfristigen Unternehmenserfolg.
Die Investition auf dem Wolfsberg ist ein zentraler Baustein der Strategie 2030 von Häfele. Das Unternehmen will als globaler Lösungs- und Servicepartner den Wert von Räumen maximieren, indem intelligente Produkte, digitale Technologien und partnerschaftliche Zusammenarbeit zu ganzheitlichen Raumkonzepten verbunden werden. Schlüsselbaustein dafür ist der neue Logistikstandort. Er schafft die Voraussetzungen, das Versprechen „Maximising the value of space. Together.“ operativ einzulösen. Mit modernster Logistik, digitalen Prozessen und zusätzlichen Kapazitäten ermöglicht er schnellere, flexiblere und nachhaltigere Lieferketten und untermauert Häfeles Rolle als internationaler Lösungs- und Servicepartner. Das baut die Wettbewerbsfähigkeit von Häfele langfristig weiter aus und stärkt den Standort Nagold.
Häfele entwickelt seine Lieferketten außerdem konsequent weiter – mit einem leistungsfähigen europäischen Logistiknetzwerk, engeren Partnerschaften mit Lieferanten sowie einer stärkeren Vertikalisierung der Wertschöpfung. Der neue Logistikbereich schafft dafür die infrastrukturelle Grundlage. Das Gesamtprojekt geht jedoch weit über Logistik hinaus: Rund um den Neubau entsteht ein offener Campus mit Showroom, Akademie, Service+, Event- und Innovationsflächen. Hier will Häfele gemeinsam mit Kunden, Lieferanten, Hochschulen, Start-ups und weiteren Partnern arbeiten und dabei auch Lösungen für die Wohn- und Arbeitswelten von morgen entwickeln. Mehr als 2.000 Quadratmeter sind dafür als Innovations- und Werkstattflächen vorgesehen. So wird der Standort zu einer Plattform für Austausch, Co-Creation und gemeinsames Entwickeln – ganz im Sinne des Häfele Leitmotivs.
„Wir gestalten Zukunft aktiv. Und wir laden dazu ein mitzumachen. Ich bin persönlich davon überzeugt, dass wir in Deutschland mehr Zuversicht schaffen müssen. Das gelingt uns, wenn wir in unserem eigenen Umfeld unsere Handlungsspielräume nutzen und dadurch etwas Positives bewirken können. Wir freuen uns über jeden, der aus der Region, unserer Branche und darüber hinaus diesen Weg mit uns geht“, sagt Gregor Riekena, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Häfele.
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In der HK 3/26 erwartet Sie ein großes Italien-Special: HK-Chefredakteur Markus Schmalz ist über den Brenner gereist und hat neben dem zu Egger gehörenden Holzwerkstoffhersteller SAIB den Beschlaghersteller FGV besucht, der 2024 von der Hettich-Gruppe übernommen wurde. Weiterer Schwerpunkt der Ausgabe ist die Möbelkante. Das Supplement „Türen-Magazin“ beleuchtet zudem neueste Entwicklungen aus der Branche.
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