Hesse Lignal ersetzt Nitrolacke durch nachhaltige Alternativen

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie hat der Hammer Oberflächenspezialist Hesse Lignal jetzt alle Nitrocelluloselacke und lösemittelhaltigen säurehärtenden Lacke aus seinem Sortiment genommen. Stattdessen setzten die Kunden auf nachhaltige Alternativprodukte, wie es in einer Mitteilung dazu heißt. „Unser Transformationsprozess schreitet wie geplant voran“, sagt Jens Hesse, Geschäftsführer des Lack- und Beizenherstellers. „Mit dem Ausstieg aus dem Nitrolackmarkt haben wir nun ein wichtiges Teilziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie erreicht.“ In den letzten Monaten habe das Hammer Familienunternehmen entsprechende Kunden auf nachhaltigere Produkte umgestellt und damit am 1. Januar 2024 die Produktion und den Vertrieb von nicht nachhaltigen Nitrocelluloselacken und lösemittelhaltigen säurehärtenden Lacken eingestellt. Auch einige lösemittelhaltige Zusatzmittel, Farbstoffe, Pigmentkonzentrate und zugehörige Verdünner würden seither nicht mehr angeboten. Damit habe Hesse Lignal einen ersten Meilenstein auf dem Weg zum nachhaltigen Sortiment erreicht.

„Im Frühjahr 2022 haben wir uns entschlossen, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, um unserer Verantwortung als zukunftsorientiertes Familienunternehmen mit generationsübergreifender Geschichte gerecht zu werden“, erklärt Geschäftsführer Jens Hesse, der das Unternehmen zusammen mit Hans J. Hesse in der dritten und vierten Generation führt. „Für unsere Kinder und Enkel wollen wir zum Erhalt einer lebenswerten Welt beitragen, indem wir Umwelt- und Klimabelastungen minimieren.“ Aus diesem Grund habe die Hesse-Geschäftsführung entschieden, bis 2030 alle lösemittelhaltigen Produkte durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen. Dabei verfolgt sie zwei Ziele: Zum einen soll der Einsatz von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) reduziert werden, da diese zur Bildung von bodennahem Ozon und zur Entstehung von klimaschädlichem CO2 beitragen können. Zum anderen sollen Produkte, die fossile Rohstoffe enthalten, durch Alternativen aus nachhaltigen Rohstoffen ersetzt werden.

„Unsere Mitarbeiter aus den Abteilungen Forschung und Entwicklung, Produktmanagement und Vertrieb haben viel Energie und Know-how in die Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Alternativprodukten gesteckt“, verrät Jens Hesse. Als nachhaltigere Alternativen stünden heute wasserbasierte Produkte, Lacke aus nachhaltigen Rohstoffen, UV-Lacke und natürliche Öle zur Verfügung. „Aus unserem Kundenkreis haben wir bereits zahlreiche positive Reaktionen erhalten. Viele von ihnen sind von der Zukunftsfähigkeit nachhaltiger Produkte ebenso überzeugt wie wir“, fährt der Geschäftsführer fort. „Damit die Umstellung in den Betrieben unserer Kunden reibungslos verläuft, begleiten wir aktiv ihren Transformationsprozess.“ Unter anderem helfe das Hesse-Team den Kunden bei der Auswahl geeigneter Alternativprodukte. Zudem unterstütze die Anlagen- und Technologieberatung des Lackspezialisten Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen bei der Umstellung ihrer Maschinen und Prozesse. „Die Umstrukturierung des ersten Teil-Sortimentes war ein großer Schritt für uns, doch wir sind noch lange nicht am Ziel“, sagt Jens Hesse. „Wir werden weiter konsequent an der Entwicklung nachhaltiger Produkte arbeiten, damit bis 2030 alle Produkte mit hohem VOC-Gehalt und Lacke aus fossilbasierten Rohstoffen durch klimafreundlichere Alternativen ersetzt werden können.“

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In der HK 3/26 erwartet Sie ein großes Italien-Special: HK-Chefredakteur Markus Schmalz ist über den Brenner gereist und hat neben dem zu Egger gehörenden Holzwerkstoffhersteller SAIB den Beschlaghersteller FGV besucht, der 2024 von der Hettich-Gruppe übernommen wurde. Weiterer Schwerpunkt der Ausgabe ist die Möbelkante. Das Supplement „Türen-Magazin“ beleuchtet zudem neueste Entwicklungen aus der Branche.

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