Kreislaufwirtschaft: Fundermax recycelt Compact-Platten zu Biokohle

Die Forschung- und Entwicklungsabteilung von Fundermax erzielte eigenen Angaben zufolge einen Durchbruch in der Kreislaufwirtschaft. Das Kärntner Unternehmen wendet erstmals das etablierte Verfahren der Pyrolyse zur Rückgewinnung von Rohstoffen aus Compact-Platten an. Kraftpapier könne damit als Biokohle aus Compact-Platten extrahiert und weiterverwertet werden. Ein Kernelement der Arbeit von Fundermax ist die umfangreiche Kreislaufwirtschaft in der Herstellung der Compact-Laminate, Holzwerkstoffe, sowie der Verwertung von thermischer Energie aus dem Produktionsprozess.

Im Zuge der Forschung und Entwicklung, die Fundermax laufend zur Verbesserung der Produktion sowie zur Stärkung der Nachhaltigkeit betreibt, wurde nun ein Verfahren für die Rückgewinnung der Produktbestandteile entwickelt. Dr. Christoph Huber, Leiter der Abteilung‚ Forschung und Entwicklung bei Fundermax, erklärt den Vorgang: „In einem speziellen Pyrolyse-Verfahren erhitzen wir die Compact-Platten in einer Umgebung mit reduziertem Sauerstoff. Dabei bauen sich hochmolekulare Verbindungen in ihre niedermolekularen Ausgangstoffe ab. So können wir die Bestandteile des Werkstoffs voneinander trennen und bestmöglich weiterverwerten. Wertvolle nachwachsende Ressourcen kehren damit in die Umwelt zurück, während schwieriger zu entsorgende Inhaltsstoffe umweltschonend abgebaut werden können. Das Kraftpapier, der Hauptbestandteil von Compact-Platten, wird im Pyrolyse-Verfahren in Biokohle umgewandelt. Gleichzeitig kann das Phenol aus dem Material extrahiert werden. Das sogenannte Pyrolysegas, das im Verfahren entsteht, kann wiederum energetisch genutzt werden, um das Verfahren mit Energieüberschuss zu betreiben.

„Wir erhalten also einen in sich funktionierenden Kreislauf, mit dem wir Rohstoffe aus unseren Produkten rückgewinnen, und andererseits die dabei entstehende Energie mitverwerten können“, so Huber. Gernot Schöbitz, Geschäftsführer und Unternehmenssprecher von Fundermax, sieht die Entwicklung als wichtigen Meilenstein in der produzierenden Industrie: „Mit der Entwicklung eines funktionierenden Pyrolyse-Verfahrens ist uns eine zukunftsweisende Erweiterung des Produktlebenszyklus unserer Compactlaminate gelungen. Natürliche Ressourcen sind das Kernelement unserer Arbeit, und damit gehören Sorgsamkeit und Nachhaltigkeit zu unserem Selbstverständnis als produzierendes Unternehmen. Nun können wir aus unseren Compact-Platten erstmals neue Materialien gewinnen und sie in den Kreislauf zurückführen.“

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In der HK 3/26 erwartet Sie ein großes Italien-Special: HK-Chefredakteur Markus Schmalz ist über den Brenner gereist und hat neben dem zu Egger gehörenden Holzwerkstoffhersteller SAIB den Beschlaghersteller FGV besucht, der 2024 von der Hettich-Gruppe übernommen wurde. Weiterer Schwerpunkt der Ausgabe ist die Möbelkante. Das Supplement „Türen-Magazin“ beleuchtet zudem neueste Entwicklungen aus der Branche.

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