„Positives Zeichen für die Branche“: M.O.W. zieht Bilanz

Nach fünf intensiven Messetagen ist die M.O.W. 2024 jetzt zu Ende gegangen. Die Stimmung in den 17 Messehallen sei trotz der schwierigen Marktsituation gut gewesen, bilanzierten die Veranstalter. Entgegen den Erwartungen sei gemustert und auch direkt geordert worden. Das Produktangebot, die Qualität der Aussteller und Präsentationen sowie die Besucherfrequenz und -professionalität seien einer erfolgreichen Jubiläumsveranstaltung gerecht geworden. Die Internationalität der Fachbesucher konnte erneut gesteigert werden. Damit habe die M.O.W. im 40. Jahr ihres Bestehens ihre Position als Europas größte Fachmesse für den Möbelkonsum gefestigt.

Insgesamt 535 Aussteller aus 40 Nationen präsentierten in diesem Jahr ihre neuesten Sortimente, Innovationen und Trends. 14 Unternehmen waren als Aussteller der ersten Stunde dabei. Langjährige und neue Aussteller ergänzten das Gesamtangebot. Ob konventionelles Wohnen, Mitnahme, Junges Wohnen, SB-Möbel oder Online-Handel – die M.O.W. 2024 bot ein besonders breites Angebotsspektrum für alle Warengruppen und Vertriebskanäle. Rund 40 Prozent der Aussteller kamen in diesem Jahr aus Deutschland, 60 Prozent aus dem Ausland. Die Top-10-Nationen waren Deutschland, Polen, Dänemark, die Niederlande, Bosnien-Herzegowina, die Türkei, Italien, Litauen, Frankreich und Schweden. Die hohe Anziehungskraft der M.O.W. spiegelt sich in den Besucherzahlen 2024 wider: Mit 73 Ländern zog die Messe noch mehr Nationen an als in den Vorjahren. Nach Deutschland – mit erhöhter Besucherzahl – waren die Niederlande, Frankreich, Belgien, Italien, die Schweiz, Österreich und Dänemark am stärksten vertreten. Insgesamt lag der internationale Besuch bei über 40 Prozent.

„Wir blicken optimistisch auf 2025 und die Zukunft. Die M.O.W. wird auch weiterhin ein Ort sein, an dem Innovationen gedeihen und neue Ideen entstehen. Wir werden uns auch zukünftig auf die Mitte des Marktes konzentrieren und daran arbeiten, Veränderungen und Entwicklungen vorwegzunehmen, um unseren Ausstellern und Besuchern die bestmögliche Plattform zu bieten – für den Erfolg jedes einzelnen Messeteilnehmers und der gesamten Branche“, betonte M.O.W.-Geschäftsführer Bernd Schäfermeier: „Dieses Jubiläum wäre ohne die Unterstützung und das Engagement vieler Menschen nicht möglich gewesen. Unser besonderer Dank gilt unseren treuen Ausstellern, den Besuchern und Händlern, den Gründern und Initiatoren, unserem starken Messeteam, den fleißigen Dienstleistern, den kreativen Köpfen und den Medienvertretern, die uns mit ihrer Berichterstattung auf unserem Weg begleiten“. Die nächste M.O.W. findet vom 21. bis 25. September 2025 statt.

Die M.O.W.-Aussteller machten dem Handel das Verkaufen in diesen Zeiten so leicht wie möglich. Sie bauten ihre Stärken aus, boten noch mehr Warengruppen aus einer Hand an, optimierten Prozesse, machten Bestseller noch besser und stellten eine Vielzahl neuer, innovativer Modelle und Sortimente vor, die die Kaufanreize beim Endkunden aktivieren sollen. Insgesamt ein überwältigendes Angebot für alle Warengruppen, Servicegrade und Preislagen von Einstieg bis obere Mitte. Zum 40. Jubiläum unterstrich die M.O.W. ihre Relevanz als zentraler Branchentreffpunkt. Trotz der aktuellen Herausforderungen gingen die Messeveranstalter und Aussteller optimistisch ans Werk: Das eigene Zuhause ist ein sicherer Ort. Möbel sind ein unverzichtbarer Teil davon.

Stilistisch dominierten klare Linien und runde Formen bei Sofas und Schrankmöbeln. Farblich reichte die Palette von Cashmere und Weiß über Grautöne, auch dunkle, bis hin zu Erdfarben und Grün, vereinzelt war im Polstermöbelbereich auch ein kräftiges Blau zu sehen. Eiche blieb stark, wird aber im Dekorbereich dezenter, ohne auffällige Einschüsse oder Äste. Auffallend waren die ausdekorierten, farblich perfekt abgestimmten Präsentationen, die als Vorlage für das Marketing dienen. KI erleichtert die tägliche Arbeit – von der Produktentwicklung über das Möbeldesign bis hin zu Katalogen, Online-Marketing und Wohnraumplanung. Das Potenzial ist erkannt und wird auch genutzt.

Die M.O.W. 2024 zeigte Präsentationen, Inszenierungen und neue Kooperationen. Die Industrie hatte sich ins Zeug gelegt, unter anderem mit neuen Modulmöbeln im Polster-, Schrank- und Küchenbereich, mit einer überschaubaren Anzahl von Typen und Optionen, aber vielen Kombinationsmöglichkeiten, und das in allen Preislagen, von zerlegt bis montiert. Nach der Maxime „Keep it simple“ für Produktion, Vertrieb, Logistik und Lagerhaltung. Wie vor vierzig Jahren standen auch bei der M.O.W. 2024 drei wesentliche Faktoren im Mittelpunkt: die Ware, der Mensch und das Business. Neben Präsentation und Order ging es auch in diesem Jahr wieder um Kommunikation, Networking und die Anbahnung von Geschäftsbeziehungen, die Messen im besten Sinne unverzichtbar machen. Die M.O.W. ist der relevante Handelsplatz für den Volumenmarkt und Treffpunkt der Branche. Ein hoher Anteil der Aussteller stellt exklusiv auf der M.O.W. aus – auch das unterstreicht die Bedeutung der M.O.W. im internationalen Vergleich.

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