Premiere des Välinge Innovation-Werkstattgesprächs zu Threespine

Eine neue Generation von Verbindungstechnik für den Möbelbau war jetzt beim ersten Välinge Innovation-Werkstattgespräch im Gewerbezentrum Smart Wood OWL im Lemgoer Schloss Brake Thema. Wie kann Innovation in der Möbelindustrie gelingen? Darüber diskutierten Prof. Martin Stosch von der TH Ostwestfalen-Lippe, Studiengang Holztechnik, Hans Brännström, Director Business Unit Furniture Välinge Innovation Sweden AB, und Bernhard Hammerbacher, Geschäftsleitung der Hammerbacher GmbH. Moderiert wurde die Veranstaltung von Martin Beeh (Välinge Innovation, Initiator der materials.cologne).

Hans Brännström berichtete von der Ursprungsidee, der Entwicklung und Markteinführung der werkzeuglosen Möbelklickverbindung Threespine ID. Er zeigte auf, wie Threespine ID Anforderungen einer zukunftsfähigen Möbelverbindung erfüllt: werkzeuglos, einfach, stabil, schnell und zudem schon heute kreislauffähig. Bernhard Hammerbacher erzählte davon, wie die Hammerbacher GmbH mit ihrem Schwerpunkt auf stabile Möbel, optimierte Logistik, schnellste Lieferung und einfache Montage mit Threespine ID die richtige Verbindungstechnik für die neue Generation ihrer Möbel fand. Zudem seien bei Threespine ID die Reklamationszahlen massiv gesunken.

Martin Stosch betonte, dass echte Innovation im Möbelbau selten sei, dass es zwar zahlreiche Ansätze werkzeugloser Möbelverbindungen gebe, aber keiner industriell so einfach, effektiv und zugleich hochstabil einsetzbar sei. Auch die Entwicklung und Implementierung von Threespine ID zeige, dass echte Innovation nur in Kooperation Erfolg hat. Die Maschinenbauunternehmen Homag und Koch Technology waren ebenfalls vertreten und berichteten von ihrer Erfahrung mit Threespine ID. Die Prozessintegration und der hohe Anpassungsgrad habe beide Maschinenbauer überzeugt. Die Unternehmen arbeiteten jeweils an eigenständigen, innovativen Maschinenlösungen für die Anforderungen der unterschiedlichen Möbelhersteller.

Auch die übrigen Gäste diskutierten mit: Vertreter der Möbelindustrie, Zulieferer, Tischler und Studierende des Studiengangs Holztechnik der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Man fragte sich, warum die deutsche Möbelindustrie so lange brauche, um Threespine ID anzuwenden. Es scheine schwerzufallen, das alte Glaubenscredo des „verleimten Korpus“ zu hinterfragen und neue, werkzeuglos zu montierende Korpen zu entwickeln. Threespine ID biete bereits Antworten auf kommende Herausforderungen: zukunftsfähige Möbelkonstruktion, hohe Produktionsvolumen, Flatpack für alle Segmente, effiziente Logistik, platzsparendes Lagern. Ebenso eine einfache, schnelle und mühelose Montage und dauerhaft stabile Möbel. Zudem werden die europäische EcoDesign-Richtlinie, das Recht auf Reparatur und der digitale Produktpass mit jedem neuen Möbel erfüllt werden müssen.

Das Välinge Innovation-Werkstattgespräch war die Premiere der Veranstaltungen im neuen Gewerbezentrum Smart Wood OWL. Uwe Gotzeina und Tabea Mälzer als dessen Vertreter freuten sich darauf, auch künftig Veranstaltungen mit und für die Möbelindustrie in dieser renovierten Architektur durchzuführen.

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