Rotpunkt Küchen: Umsatz ging um 2,4 Prozent zurück

Im Wirtschaftsjahr 2024 verzeichnet Rotpunkt Küchen einen Umsatzrückgang von 2,4 Prozent. Das liege hinter den Erwartungen des Unternehmens, wie es in einer Mitteilung dazu heißt. Angesichts eines branchenweiten Rückgangs von fast 7 Prozent habe man die Marktposition in den meisten relevanten Märkten jedoch halten und teilweise sogar ausbauen können. Besonders positiv entwickelte sich der französische Markt mit einem zweistelligen Umsatzplus – bei einem ebenfalls zweistelligen Umsatzvolumen. Auch in Deutschland, Skandinavien und auf den britischen Inseln (UK) konnte das Umsatzniveau stabil gehalten und die Marktanteile leicht gesteigert werden.
Der Umsatzrückgang um 2,4 Millionen Euro auf jetzt 97,6 Millionen Euro sei insbesondere auf Einbußen in den Märkten Benelux, Österreich und der Schweiz zurückzuführen. Während die Marktposition in den Niederlanden und Belgien prozentual betrachtet weitgehend stabil blieb, äußert sich das Unternehmen unzufrieden mit der Entwicklung in Österreich. Und das sowohl hinsichtlich Umsatz als auch in Hinsicht auf Marktanteile, wie Sven Herden, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb, erklärt. In der Schweiz resultiere der Rückgang aus typischen Schwankungen im Objektgeschäft.
International verstärkt Rotpunkt Küchen über die westeuropäischen Kernmärkte hinaus die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern im Objekt- und Retail-Geschäft. Sämtliche Umsatzzahlen beziehen sich auf Möbel und deren Ausstattung für Küchen, Hauswirtschaftsräume und Ankleidezimmer; Elektrogeräte werden nicht vertrieben. Zum 31. Dezember 2024 liege die Exportquote weiterhin stabil bei 80 Prozent. Die wichtigsten Absatzmärkte sind die Niederlande, Deutschland und Frankreich, gefolgt von UK, Belgien und Skandinavien (Norwegen und Dänemark). An den beiden Standorten Bünde-Ahle und Preußisch-Oldendorf beschäftigte das Unternehmen zum Jahresende 368 (370) Mitarbeitende.
„Das Wirtschaftsjahr 2024 muss differenziert betrachtet werden“, kommentiert Andreas Wagner, geschäftsführender Gesellschafter von Rotpunkt Küchen, das Ergebnis. „Zwar haben wir in Summe an Umsatz eingebüßt, aber deutlich geringer als der Gesamtmarkt. Dadurch konnten wir unsere Marktanteile in den meisten Ländern halten und teilweise sogar ausbauen.“ Die schwierige Gesamtlage des europäischen Küchenmarktes wird von Faktoren wie einem schwachen Neubaugeschäft, hohen Kreditzinsen und einer allgemeinen Konsumzurückhaltung geprägt. „Dass wir uns dennoch ein Stück weit von der Negativentwicklung des Gesamtmarktes abkoppeln konnten, ist positiv. Dennoch bleibt das Umsatzergebnis ausbaufähig“, so Wagner.
Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen erwartet das Unternehmen für 2025 leichtes Wachstum in Märkten wie Frankreich, Deutschland, Skandinavien und UK sowie eine stabile Seitwärtsentwicklung in Benelux. In Österreich soll das Umsatzniveau von 2023 wieder erreicht werden. Die Umsatzerwartung für das kommende Jahr liege bei „100 Millionen plus X“. Mit einem deutlich anziehenden Auftragseingang seit November 2024, der sich auch im Dezember fortsetzte, sei Rotpunkt Küchen mit Rückenwind ins neue Jahr gestartet.
Das Unternehmen treibt seine umfassende Modernisierung weiter planmäßig voran. Dazu zählen Investitionen in die Logistik, den Maschinenpark und die Digitalisierung aller Unternehmensbereiche. Im Mittelpunkt steht der Bau eines neuen Logistik-Hubs am Standort Bünde, dessen Grundstein im März 2023 gelegt wurde. Das erste Hochregallager wird in diesen Wochen in Betrieb genommen. In den kommenden Monaten folgen weitere Umsetzungen. „Es ist ein vielschichtiger, aufeinander aufbauender Prozess, der unser Unternehmen auf ein moderneres und zukunftsfähiges Niveau hebt“, betont Andreas Wagner.
Aktuelles
Moralt AG: Positive Entwicklung in herausforderndem Umfeld
16 Aktionäre halten aktuell die Anteile der Moralt AG. Hauptaktionär und Vorstand, Klaus Feile, präsentierte jetzt auf der Hauptversammlung positive Inhalte. Seit 2019 können Mitarbeitende der Moralt AG Aktien zum Vorzugspreis erwerben. Durch die damit…
Weiterlesen ›König + Neurath: Prof. Dr. Niko Mohr ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender
Zum 1. Juli 2026 hat Prof. Dr. Niko Mohr den Vorsitz des Aufsichtsrats der König + Neurath AG übernommen. Mit seiner Erfahrung in Unternehmensführung, Top-Management-Beratung, Transformation und Digitalisierung wird er die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens…
Weiterlesen ›Rehau Interior Solutions: Andreas Albig verlässt Unternehmen
Andreas Albig, Executive Director Product Management Edgeband, hat Rehau zum 1. Juli 2026 verlassen. Mit Albig verabschiedet Rehau Interior Solutions eine Persönlichkeit, die die Entwicklung des Unternehmens über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt hat. In…
Weiterlesen ›Siempelkamp: Marianne Gras zur neuen CPO ernannt
Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 tritt Marianne Gras die Position als Chief People Officer (CPO) der Siempelkamp GmbH & Co. KG an. Zugleich wird sie ins Management Board der Siempelkamp-Gruppe berufen. Marianne Gras, studierte…
Weiterlesen ›Aktuelle Ausgaben:

In der HK 3/26 erwartet Sie ein großes Italien-Special: HK-Chefredakteur Markus Schmalz ist über den Brenner gereist und hat neben dem zu Egger gehörenden Holzwerkstoffhersteller SAIB den Beschlaghersteller FGV besucht, der 2024 von der Hettich-Gruppe übernommen wurde. Weiterer Schwerpunkt der Ausgabe ist die Möbelkante. Das Supplement „Türen-Magazin“ beleuchtet zudem neueste Entwicklungen aus der Branche.
Die aktuelle HK-Ausgabe und die Supplements sind exklusiv für unsere Print-Abonnenten und deshalb online nicht verfügbar. Ältere Ausgaben finden Sie in der Rubrik E-Magazine.
