Surteco: Umsatz liegt mit 420,8 Mio. Euro um vier Prozent unter Vorjahr

Wolfgang Moyses, Vorstandsvorsitzender der Surteco Group

Im ersten Halbjahr 2026 lagen die Umsätze des Surteco Konzerns im Wesentlichen aufgrund der Einstellung des Geschäfts mit Imprägnaten und negativer Währungskurseffekte mit 420,8 Mio. Euro um -4 % unter dem Vorjahreswert von 436,3 Mio. Euro. Bereinigt um diese Effekte lag die organische Umsatzentwicklung bei +2 %. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA adjusted) stieg um 5 % auf 53,2 Mio. Euro (Vorjahr: 50,6 Mio. Euro).

Mit Ausnahme von North America konnten dabei alle andere Segmente ihr Ergebnis steigern. Die Marge (EBITDA adjusted/Umsatz) stieg auf Konzernebene von 11,6 % im Vorjahr auf 12,6 % in den ersten sechs Monaten 2026. Das EBITDA reported – ohne die Bereinigung um außerordentliche Erträge, Transaktions- und Integrationskosten, Beratungskosten, Abschreibungen für Materialbestände aus der Geschäftsaufgabe der Imprägnate und Rückstellungen für Personalmaßnahmen – stieg um 9 % auf 47,3 Mio. Euro nach 43,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die Abschreibungen stiegen im Wesentlichen wegen eines Einmaleffekts aus der Ausbuchung einer Kaufoption von geleasten Gebäuden auf -37,8 Mio. Euro nach -29,4 Mio. Euro im Vorjahr, während sich das Finanzergebnis auf -7,7 Mio. Euro (Vorjahr: -14,1 Mio. Euro) verbesserte.

Dies ist im Wesentlichen auf negative Währungskurseffekte aus Intercompanydarlehen im Vorjahr zurückzuführen. So betrug der Konzernfehlbetrag im ersten Halbjahr 2026 -3,0 Mio. Euro nach -5,5 Mio. Euro im Vorjahr. Im zweiten Quartal 2026 wurden die wesentlichen Finanzierungen des Konzerns erfolgreich refinanziert. Der Konsortialkredit mit einem Nominalbetrag von 209,0 Mio. Euro, davon 30,0 Mio. Euro Betriebsmittelkreditlinie wurde bis zum 28. Dezember 2029 verlängert. Für die bestehenden Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert von insgesamt 184,5 Mio. Euro wurde ebenfalls eine einheitliche Fälligkeit zum 28. Dezember 2029 vereinbart. Gleichzeitig wurden die Zinskonditionen der Finanzierungen angepasst, bestehende Finanzkennzahlen (Covenants) überarbeitet sowie eine zusätzliche Finanzkennzahl hinsichtlich einer vertraglich festgelegten Mindestliquidität vereinbart. So ist im Halbjahresabschluss das Konsortialdarlehen wieder unter den langfristigen Finanzschulden ausgewiesen.

Für das Geschäftsjahr 2026 wird weiterhin keine nennenswerte Belebung der Nachfrage in den Absatzmärkten von Surteco erwartet. Dennoch zeigen eingeleitete Gegenmaßnahmen – auch für das zunehmende Risiko steigender Rohstoffpreise im Zuge des Iran-Kriegs – Erfolge, die sich in den EBITDA-Margen bereits widerspiegeln. Insofern bestätigt die Gesellschaft die Prognose von einem Konzernumsatz im Bereich von 780 Mio. Euro bis 830 Mio. Euro und einem EBITDA adjusted im Bereich zwischen 70 Mio. Euro und 90 Mio. Euro. „Mit der erfolgreichen Verlängerung unserer Finanzierung gewinnen wir zusätzlichen Handlungsspielraum für die Weiterentwicklung des Konzerns. Die aktuelle Ergebnisentwicklung bestätigt uns in unserem eingeschlagenen Weg“, so Wolfgang Moyses, der Vorstandsvorsitzende der Surteco Group SE.

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