Tech-Together: Hausmesse-Format ging in die nächste Runde

Geballte Kompetenz für Holzbearbeitung: Die Tech-Together ging jetzt in die nächste Runde. Im Rahmen ihres gemeinsamen Hausmesse-Konzepts öffneten Maschinen- und Anlagenbauer aus OWL wieder ihre Türen für Kunden und Interessierte aus aller Welt. Im Mittelpunkt standen Innovationen, neue Technologien, Maschinen- und Anlagenkonzepte sowie individuelle Kundenlösungen. Die Besucher konnten mehrere Unternehmen und Showrooms innerhalb der Region besuchen und sich so einen umfassenden Überblick über die Kompetenz und Innovationskraft in OWL verschaffen.

Mit dabei waren diesmal die Düspohl Maschinenbau GmbH, die Heinrich Kuper GmbH, die Hymmen GmbH Maschinen- und Anlagenbau, Jowat SE, die Karl Heesemann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, die MB Maschinenbau GmbH und die Wehrmann Holzbearbeitungsmaschinen GmbH & Co. KG. Die Kuper-Hausmesse etwa bot Live-Einblicke in neue intelligente Fertigungslösungen für die Holzbearbeitung. Zudem präsentierte das Unternehmen neue Partnerschaften und laufende Projekte. Schauplatz war an den zwei Tagen der 1.500 m² große Showroom am Firmensitz in Rietberg.

Als Initiative von Maschinen- und Anlagenbauern sowie Industriepartnern aus OWL, sei die Tech-Together für Kuper ein guter Rahmen, um sich als Experte für Maschinen und Systeme für Furnierverarbeitung und Massivholzbearbeitung sowie Speziallösungen für automatisierte Produktion und Prozessberatung zu präsentieren. Wie aus einer entsprechenden Mitteilung hervorging, erlebten Besucher Innovationen, Trends und Entwicklungen der Branche und hatten Gelegenheit zum persönlichen Austausch, sowohl mit dem Gastgeber als auch mit dessen Fachpartnern vor Ort. Neben der Technik und dem innovativen Einsatz neuer Technologien betonte Kuper im Rahmen der Hausmesse vor allem die Bedeutung strategischer Zusammenarbeit.

Zusätzlich zur italienischen Biesse S.p.A. präsentierten sich deshalb in diesem Jahr neue Mitglieder des Partnernetzwerks. Mit Biesse, einem weltweit führenden Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen, verbindet Kuper bereits seit zehn Jahren eine Zusammenarbeit in den Bereichen Vertrieb, Beratung, Service und Automatisierung, die in den letzten Jahren strategisch ausgebaut wurde. In diesem Jahr erstmals vor Ort mit dabei waren außerdem der Schweizer Hersteller und Pionier für vertikale Plattensägen Striebig, die Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG aus Ottobeuren, Hersteller hochwertiger Formatkreissägen, Fräsmaschinen und Hobelmaschinen für die professionelle Holzbearbeitung, sowie der Experte für individuelle Maschinenlösungen für den Ingenieursholzbau und das holzverarbeitende Handwerk, Krüsi Maschinenbau AG, ebenfalls aus der Schweiz. Mit den Einblicken in diese strategischen Kooperationen öffne Kuper nicht zuletzt den Blick über die Grenzen eines regional ausgerichteten Formats wie der Tech-Together hinaus und betone die Bedeutung nationaler und internationaler Vernetzung als Antwort auf die Herausforderungen der Branche, wie es dazu hieß.

Ein weiteres Highlight der diesjährigen Kuper-Hausmesse war die Vorstellung einer neuen Kartonverpackungsanlage. Mit dem bedarfsgerechten Kartonzuschnitt bietet Kuper seinen Kunden eine professionelle Lösung für drei relevante Herausforderungen: steigende Material und Versandkosten, wachsenden Kostendruck durch Lagerhaltung und Kapitalbindung sowie steigende Anforderungen an die Prozessoptimierung. Die präzise und unkomplizierte Bereitstellung passgenauer Kartons reduziere den Materialverbrauch sowie gleichzeitig unnötiges Verpackungsvolumen bei der Verwendung von Standardmaßen. Damit senke die On-Demand-Fertigung sowohl Material- als auch Versandkosten signifikant. Gleichzeitig entfalle die Vorratshaltung vielfältiger Kartongrößen, darunter auch häufig nur selten genutzte Formate. Damit lasse sich nicht nur Lagervolumen, sondern auch die in Summe relevante Kapitalbindung minimieren. Darüber hinaus könne die bedarfsgerechte Kartonproduktion automatisiert und nahtlos eingebunden werden, wodurch die gesamte Wertschöpfungskette durch effiziente Abläufe optimiert werde.

An den beiden Messetagen nutzten jeweils rund 50 Besucher außerdem die Gelegenheit für eine Führung durch das neue Kuper Research & Development Center – vom Team intern „Kurd“ getauft. Mit ihm bringt Kuper mechanische Konstruktion, Elektrokonstruktion, Programmierung und Projektmanagement unter ein Dach. Mit dieser Maßnahme setzt das Unternehmen auf Effizienz: Kurze Wege unterstützen direkte Abstimmungsprozesse, stärken die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg und stärken die Flexibilität im agilen Projektmanagement. Außerdem soll die direkte Anbindung an die Montage die theoretische Entwicklungsarbeit mit der praktischen Umsetzung verbinden und zudem Grundlagen zur Einbeziehung der Kunden in die Projekt- und Produktentwicklung schaffen. Der enge Austausch mit dem Kunden ist dabei ein Kernelement einer lösungsorientierten Qualitätsstrategie. Dies spiegelt sich in der Architektur des neuen Research & Development Center wider: Auch hier steht der Kunde im Mittelpunkt. Er findet sich im puristischen vom Werkstoff Holz geprägten Design wieder und erkennt dessen Bedeutung für Kuper und seine gelebte Verbundenheit mit der Branche. Daneben war es eine Zielsetzung, ein angenehmes und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen: Der Einsatz des Naturmaterials und die Verwendung einer Klimadecke unterstützen ein positives Raumklima und schaffen optimale Bedingungen für konzentriertes Arbeiten und zielführenden Austausch.

Wie am Beispiel von Kuper zu sehen ist, ging auch in diesem Jahr die Idee hinter der Tech-Together auf: Unternehmen einer starken Industrieregion zeigten in ihren eigenen Showrooms und mit individuellen Veranstaltungsformaten ihre neuesten Technologien, Maschinen, Anlagen und Lösungen. Für die Besucher entstand dadurch die Möglichkeit, innerhalb weniger Tage verschiedene Anbieter zu besuchen und sich ein umfassendes Bild von aktuellen Entwicklungen in der Holzbearbeitungstechnologie zu machen.

OWL zählt zu den bedeutendsten Standorten für den Maschinen- und Anlagenbau rund um die Holzbearbeitung. Hier finden sich zahlreiche Unternehmen und Zulieferer, die unterschiedlichste Bereiche der Wertschöpfungskette abdecken. Von Einzelmaschinen über Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen bis hin zu komplexen Produktionsanlagen steht damit eine außergewöhnliche technologische Bandbreite zur Verfügung.

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