Ai Sight

Maschinenausfälle mit KI vermeiden

Bis zu 20 Prozent der gesamten Kosten in der industriellen Produktion entstehen durch kostspielige Produktionsstillstände aufgrund von Maschinenausfällen sowie teuren Wartungsmaßnahmen. Um diese Probleme zu lösen, entwickelte das Berliner Startup Ai Sight ein Tool, das mit Hilfe von selbstlernenden KI-Modellen die Maschinenverfügbarkeit erhöht. Die HK sprach mit Matthias Auf der Mauer, Mitgründer und CEO von Ai Sight, über die spannende Neuheit und deren Einsatzmöglichkeiten in der Holz- und Möbelindustrie.

matthias-auf-der-mauer
Matthias Auf der Mauer

Herr Auf der Mauer, die Maschinendiagnose-Lösung von Ai Sight verkürzt Ausfallzeiten in der holzbearbeitenden Industrie. Wie funktioniert das System genau und wie stark kann mit ihm die Effizienz von Maschinen und Anlagen verbessert werden?
Ai Sight bietet eine All-in-one-Lösung für die vorausschauende Wartung in der Industrie, die sowohl Sensoren als auch die Software zur Auswertung der Sensormesswerte umfasst. Basierend auf unseren Algorithmen für maschinelles Lernen bietet unser Dashboard im Browser einen Überblick über alle überwachten Maschinen, erweiterte Analysen und sofortige SMS- und E-Mail-Warnungen, wenn Maschinen ein abnormales Verhalten zeigen. Das System erkennt Fehler, einschließlich bereits bestehender Probleme und ihrer Ursachen – und all dies vom ersten Tag an. Die Ai-Sight-Lösung trägt zur Sicherung der Produktionsprozesse in der holzbearbeitenden Industrie bei, indem Maschinen in einem optimalen Betriebszustand gehalten werden und ungeplante Ausfallzeiten vermieden werden.

Welche Maschinen in der Holz- und Möbelindustrie können mit der Lösung von Ai Sight überwacht werden?
Unsere Lösung eignet sich hervorragend für die Überwachung von rotierenden Maschinen. In der Holz- und Möbelindustrie können unsere Sensoren beispielsweise Sägemotoren, Absaugventilatoren, Antriebe und Lüfter von Filterhäusern sowie von Filtersystemen zur Funkenlöschung, CNC-Bearbeitungszentren (Antriebe, Spindeln, Lüfter, Pumpen) sowie Fördersysteme überwachen.

Inwiefern tragen selbstlernende KI-Modelle dazu bei, die Wartungskosten zu reduzieren?
Beim Einsatz einer vorausschauenden Wartungslösung liegt der Mehrwert für die Kunden auf der Hand: Die Zuverlässigkeit der Maschine steigt und kostspielige Produktionsstillstände aufgrund von unvorhergesehenen Ausfällen sowie teuren Wartungsmaßnahmen werden auf ein Minimum reduziert. Das senkt nachhaltig die Wartungskosten, steigert die Leistungsfähigkeit der Anlagen und verlängert darüber hinaus auch die Lebensdauer der Maschinen. Die Basis für all dies sind datengetriebe Entscheidungen. Durch KI und unsere vortrainierten Modelle können klassische phy-sikalische Modelle unterstützt und dadurch Abweichungen, Fehler und deren Ursachen noch zuverlässiger erkannt werden.

Was müssen Anwender bei der Montage des Sensors beachten?
Unser „Aion“-Sensor verfügt über ein wasser- und staubdichtes Gehäuse und lässt sich mittels Magneten, Schrauben oder Klebstoffen an jeder Maschine befestigen. Darüber hinaus ermöglicht er eine Plug & Play-Installation sowie eine störungsfreie Übertragung von Schwingungsdaten. Diese benötigt wenige Minuten und ermöglicht die Ausstattung von ganzen Produktionen innerhalb eines Tages. Unsere Kunden profitieren bereits wenige Minuten nach der Installation der Sensoren von umfangreichen Einblicken in den Zustand ihrer Maschinen dank Algorithmen, die bereits mit Fehlern von tausenden vergleichbaren Maschinen vortrainiert sind.

Was müssen Anwender bei der Montage des Sensors beachten?
Unser „Aion“-Sensor verfügt über ein wasser- und staubdichtes Gehäuse und lässt sich mittels Magneten, Schrauben oder Klebstoffen an jeder Maschine befestigen. Darüber hinaus ermöglicht er eine Plug & Play-Installation sowie eine störungsfreie Übertragung von Schwingungsdaten. Diese benötigt wenige Minuten und ermöglicht die Ausstattung von ganzen Produktionen innerhalb eines Tages. Unsere Kunden profitieren bereits wenige Minuten nach der Installation der Sensoren von umfangreichen Einblicken in den Zustand ihrer Maschinen dank Algorithmen, die bereits mit Fehlern von tausenden vergleichbaren Maschinen vortrainiert sind.

Benötigt man für den Betrieb der Lösung WLAN in der Produktionshalle?
Unsere Sensoren verfügen über eine WLAN- und Bluetooth-Anbindung. Dank unserer App kann „Aion“ innerhalb weniger Sekunden an die WLAN-Anmelde-Informationen unserer Kunden gekoppelt werden. Verfügen unsere Kunden über kein WLAN in der Fabrik, stellen wir LTE-Gateways zur Verfügung.

Das vollständige Interview lesen Sie in der HK 6/22

Weitere Premium-Artikel

Aktuelle Ausgaben:

HK 4/25 + Design+Beschlag-Magazin 2025

Mit dem großen Interzum- und Ligna-Report bietet die HK 4/25 einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Innovationen der beiden Weltleitmessen. Zudem informieren die Specials „Plattenzuschnitt“ und „Software“ über die neuesten Entwicklungen im Sägen- und IT-Bereich. Als Supplement liegt dem Heft das „Design+Beschlag-Magazin 2025“ bei.

Die aktuelle HK-Ausgabe und die Supplements sind exklusiv für unsere Print-Abonnenten und deshalb online nicht verfügbar. Ältere Ausgaben finden Sie in der Rubrik E-Magazine.

ANZEIGE

Advertisement
  • Die Intelligenz des digitalen Zwillings

    Daten von Möbelzulieferteilen möglichst vollumfänglich in einer Online-Datenbank zu erfassen und CAD-Modelle anzulegen, ist das eine. Die Daten aber so aufzubereiten, dass sie systemunabhängig in nahezu jeder CAD-Software funktionieren, dass sie bei der Möbelkonstruktion mitdenken und schon dort Fehler vermeiden und dass sie das Onlinegeschäft des Beschlagfachhandels katalysieren, das bedeutet Vorsprung durch eine Intelligenz, die…

    Weiterlesen ›

  • Produktivität auf begrenztem Raum

    Mit kreativen Ideen und innovativer Technologie hat die IMA Schelling Group die Badmöbelfertigung der Firma Intarbad in Wächtersbach auf Vordermann gebracht. Schlanke, effiziente Prozesse sorgen auf kleiner Fläche für ein Maximum an Produktivität. Besonderes Highlight:…

    Weiterlesen ›

  • Nabelschnur zur digitalen Fertigung

    Dass mit Software von Imos Möbel geplant und produziert werden können, ist bekannt. Erstmals entstehen damit nun Holzhäuser, sogenannte „Smart Castles“. Möglich macht dies der Innovationsdrang von Eckhard Kukatsch, Geschäftsführer der Möbelwerkstatt Breckerfeld. Die HK…

    Weiterlesen ›