IMM Cologne: Neustart mit über 10.000 Besuchern aus 104 Ländern

Vier Tage im Zeichen von Sortimentsplanung und Geschäftsanbahnung: Die IMM Cologne setzte von Dienstag bis heute auf ein marktgerechtes B2B-Format. 339 Aussteller aus 28 Ländern präsentierten auf einer Bruttoausstellungsfläche von 53.000 Quadratmetern Wohnmöbel im Preiseinstiegs- bis mittleren Segment. Der Auslandsanteil betrug 97 Prozent. Gemäß der den letzten Messetag einbeziehenden Schätzung kamen über 10.000 Fachbesucher aus 104 Ländern zur Messe, der Auslandsanteil lag bei rund 57 Prozent. Zu den stärksten Besuchergruppen Europas zählten Belgien, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande. Für die Fachbesuchenden standen insbesondere die Qualität der Gespräche und die Ordertätigkeit im Mittelpunkt. Damit habe sich das Neukonzept als verlässlicher Jahresauftakt für die internationale Einrichtungsbranche erwiesen, wie es in der Bilanz heißt.
„In einem anspruchsvollen Marktumfeld zählt vor allem Effizienz. Die IMM Cologne 2026 hat genau dafür eine fokussierte B2B-Sourcing-Bühne geschaffen: schnell orientieren, gezielt beziehen, neue Kontakte knüpfen. Aussteller und Fachbesuchende haben das Format entsprechend genutzt“, resümiert Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse. Unter dem Leitthema „World of Interiors“ bot die IMM Cologne direkt zu Jahresbeginn einen zentralen Ort für Vergleich, Beschaffung und Sortimentsgestaltung. Auf Besucherseite traf das geschärfte B2B-Profil den Bedarf der Branche. Die relevanten Entscheider aus Einkaufsverbänden, Handelsketten, Groß- und Fachhandel sowie Online- und Versandhandel kamen nach Köln, um Anbieterportfolios zu sichten und Partnerschaften aufzubauen.
Das Feedback zur Qualität der Gespräche und Kontakte fiel überwiegend positiv aus und war vielfach mit konkreten Geschäftsanbahnungen bis hin zu Abschlüssen verbunden. Zu den besuchenden Unternehmen gehörten unter anderem Aldi, Alliance Verband, Amazon, BDSK Handel, Einrichtungshaus Ostermann, Einrichtungspartnerring VME, Europa Möbel Verbund, Garant Holding, Hans Segmüller Polstermöbelfabrik, Ikea, IMG Group, Krieger Gruppe, Möbel Boss, Next, Poco, Porta, Westwing, XXXLutz und Zurbrüggen Wohn-Zentrum.
Die IMM Cologne 2026 setzte gezielt an der aktuellen Marktrealität an: Veränderte Lieferbeziehungen, neu justierte Sourcing-Strategien und der wachsende Stellenwert internationaler Beschaffungsmärkte prägen derzeit die Branche. Laut der amtlichen Außenhandelsstatistik wird der deutsche Möbelmarkt inzwischen zu rund 60 Prozent durch Importe geprägt; besonders dynamisch entwickelt sich der Import aus China, der von Januar bis September 2025 auf 2,4 Milliarden Euro stieg und damit bereits rund 30 Prozent der deutschen Möbelimporte ausmacht. Entsprechend international präsentierte sich das Ausstellerbild: Unternehmen aus 28 Ländern, darunter Herstellungsunternehmen, Handelsunternehmen und OEM-Spezialisten, zeigten marktreife Lösungen für das Preiseinstiegs- bis mittlere Segment. Besonders stark vertreten waren Anbieter aus Asien, allen voran China mit 252 Ausstellern. Ergänzend erweiterten die Länderpavillons Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Japan, Rumänien, Taiwan und Türkei das Angebot und bündelten nationale Marken unter einem gemeinsamen Auftritt.
Neben ihrer klaren geschäftlichen Ausrichtung förderte die IMM Cologne Begegnung und Austausch. Beim „IMM Cologne interior after-work event“ am ersten Messetag kamen Aussteller, Fachbesucher sowie Medienvertreter in entspannter Atmosphäre zusammen. Als zusätzlicher Service für die Messeteilnehmenden ergänzte „IMM Cologne free coffee“ das Angebot am Morgen. „Die IMM Cologne 2026 hat gezeigt, wie wichtig es ist, Messeformate an die Marktgegebenheiten anzupassen. Wir sind dankbar für das Vertrauen der Aussteller und Besuchenden“, so Bernd Sanden, Director der IMM Cologne. „Es bestärkt uns darin, das Profil für 2027 weiterzuentwickeln.“ Die nächste IMM Cologne findet vom 19. bis 22. Januar 2027 in Köln statt.
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