Homann Holzwerkstoffe: Umsatz mit 194,4 Mio. Euro auf Vorjahresniveau

Die Homann Holzwerkstoffe GmbH, einer der führenden europäischen Anbieter von dünnen, veredelten Holzfaserplatten für die Möbel-, Türen- und Beschichtungsindustrie, hat heute ihren Konzernzwischenbericht für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Der Halbjahresabschluss bestätigt die am 14. August 2026 berichteten vorläufigen Zahlen für die ersten sechs Monate 2026. Demnach lagen die Umsatzerlöse der Gruppe im Berichtszeitraum trotz der anhaltend schwachen Nachfrage aus der Möbelindustrie mit 194,4 Mio. Euro stabil auf Vorjahresniveau (Vj.: 195,0 Mio. Euro), jedoch unter den ursprünglichen Erwartungen des Managements.

Wie Mitte August kommuniziert, hat sich das Management aufgrund der unter den Erwartungen liegenden Ertragslage entschieden, eine vorübergehende Kapazitätsanpassung im Werk Pagiriai, Litauen, durchzuführen, bis der Markt sich nachhaltig erholt. Allein aus dieser Maßnahme erwartet die Gesellschaft eine Reduzierung der operativen Verluste im Werk Pagiriai in der zweiten Jahreshälfte von 5 bis 6 Mio. Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2026.

Fritz Homann, Geschäftsführer der Homann Holzwerkstoffe GmbH: „Die erste Jahreshälfte 2026 war von Nachfrageschwäche und drastisch steigenden Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Dies hat uns dazu veranlasst, das Werk in Litauen für 12 bis 21 Monate stillzulegen und damit vorübergehend Kapazitäten aus dem Markt zu nehmen. Inzwischen konnten wir die notwendigen Preiserhöhungen infolge der Kostensteigerungen umsetzen und gehen von einer schrittweisen Markterholung in den kommenden Monaten aus.“

Die Ertragslage wurde infolge des Nahost-Konflikts von erheblichen Kostensteigerungen von teilweise mehr als 50 Prozent insbesondere bei Chemikalien, Holz, Energie und Transportleistungen belastet. Erst ab Juni 2026 konnten diese Kostensteigerungen zunehmend an Kunden weitergegeben werden. Auch die weiterhin hohen operativen Anlaufverluste des Werkes in Litauen beeinflussten das Ergebnis der Gruppe im ersten Halbjahr wesentlich. Das um Währungseffekte bereinigte EBITDA betrug -1,4 Mio. Euro nach 22,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um die Anlaufverluste des Werkes in Pagiriai lag das um Währungseffekte bereinigte EBITDA bei 13,9 Mio. Euro (Vj.: 26,6 Mio. Euro). Das Konzernergebnis für das erste Halbjahr belief sich auf -29,4 Mio. Euro gegenüber -2,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Ohne die genannten Anlaufverluste lag das Konzernergebnis bei -8,2 Mio. Euro (Vj.: 5,7 Mio. Euro).

Das Eigenkapital der Gruppe verringerte sich zum 30. Juni 2026 im Wesentlichen aufgrund des negativen Halbjahresergebnisses und der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung auf 153,9 Mio. Euro (31. Dezember 2025: 186,3 Mio. Euro); die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 26,8 %. Der operative Cashflow betrug -14,2 Mio. Euro (Vj.: 8,4 Mio. Euro). Die Gruppe stellte daraufhin geplante Investitionen zurück, sodass sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf -8,6 Mio. Euro nahezu halbierte (Vorjahreszeitraum: -16,7 Mio. Euro). Zugleich löste ein langfristiges Tilgungsdarlehen mit Laufzeit bis 2031 eine kurzfristige Brückenfinanzierung über 30 Mio. Euro ab, was die Fristigkeitenstruktur der Finanzverbindlichkeiten weiter verbesserte.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Homann Holzwerkstoffe GmbH einen Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau (Vj.: 383 Mio. Euro) und ein bereinigtes EBITDA zwischen 10 und 15 Mio. Euro. Bereinigt um die Anlaufverluste aus Litauen wird das um Währungskurseffekte bereinigte EBITDA zwischen 34 und 39 Mio. Euro (Vj.: 54 Mio. Euro) liegen.

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