Maximilian Lehner: „Trotz eines schwierigen Umfelds auf Kurs“

Trotz des Iran-Krieges und einer gewissen Kunden-Zurückhaltung seither ist IMA Schelling gut ins laufende Geschäftsjahr gestartet. „Wir sind grob auf Budget-Kurs,“ sagte CEO Maximilian Lehner jetzt im Gespräch mit der HK beim „Open House“ in Lübbecke. „Für uns ist es erfreulich, dass wir das trotz eines schwierigen Marktumfeldes erreicht haben.“ Nun gelte es, daran zu arbeiten, dass auch für 2027 wieder Umsätze eingebucht werden. Eine gute Plattform für intensive Gespräche mit Kunden bot die Hausmesse in Ostwestfalen vom 6. bis 8. Mai. Angemeldet waren rund 300 Interessierte. Hinzu kamen weitere, die an den drei Tagen überraschend vorbeischauten.
„In einem solchen Rahmen können wir die Zeit mit unseren Kunden optimal nutzen – was auf den großen Messen aufgrund der Masse an Information nicht so einfach ist“, erläuterte Lehner. Daher wird das „Open House“ als Format künftig weiter intensiviert. Parallel dazu sind drei Messen weltweit für IMA Schelling relevant. „Das ist für Europa natürlich die Ligna. Das ist in den USA die IWF in Atlanta. Sowie in China die Interzum in Guangzhou. Auf diese drei Messen fokussieren wir uns im Wesentlichen,“ betonte der CEO.
Anfang des Jahres habe IMA Schelling vor allem in den USA eine etwas bessere Grundstimmung erlebt: wieder mehr Aktivitäten am Markt, mehr Nachfragen, mehr aktive Gespräche. „Das hat sich mit dem Iran-Krieg wieder beruhigt,“ so Lehner. Ende Februar sei man von den Unruhen und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Lage auf den Boden der Realität zurückgeholt worden. „Wir merken, dass unsere Kunden in den letzten zwei Monaten wieder vorsichtiger sind mit ihren Entscheidungen.“
Nichtsdestotrotz war die Stimmung beim „Open House“ sehr gut. Besucher gaben positives Feedback zur Entwicklung des Unternehmens sowie zum Angebot am Standort Lübbecke. „Vor allem auch dazu, wie wir uns im Service präsentieren“, präzisierte der CEO. Obgleich der Tenor aufgrund der allgemeinen Lage verhalten sei, wurden in Lübbecke die einen oder anderen Verkaufsgespräche geführt.
Investitionsschwerpunkt im laufenden Geschäftsjahr ist der gleiche wie schon in den vorangegangenen Jahren: Software. Wurde der Grundstein mit der neuen Maschinen-Software-Plattform „aimi“ gelegt, wird diese nun künftig weiterentwickelt. Neben einer Erneuerung des ERP-Systems investierte das Unternehmen zudem in eine Plattform, die KI für Kunden anbietet. Damit können sie neuronale Netze selbst gestalten und trainieren. „Ein komplett neuer Ansatz. Das hat bei uns in der Branche so noch niemand“, bilanzierte Lehner.
Premiere feierte die KI-Plattform „Vision AI“ beim „Open House“. Auf ihr trainieren Kunden nun eigene Modelle zur industriellen Bildauswertung. Für die Holzverarbeitung sind erste Anwendungen in punkto Fertigungskontrolle und Qualitätsprüfung bei Referenzkunden im Einsatz. „Vision AI“ ergänzt das bestehende Vision-Portfolio von IMA Schelling und öffnet es für Anwendungsfälle, die der Kunde selbst definiert.
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