Weinig übernimmt Schleifmaschinen-Portfolio von Stähle-Hess

Rechtzeitig vor der Holz-Handwerk 2024 wurden die Verträge unterzeichnet: Weinig übernimmt das Schleifmaschinen-Programm der Stähle-Hess GmbH (Reutlingen). Das ging jetzt aus einer entsprechenden Mitteilung hervor. Nach der in den nächsten Wochen anlaufenden technischen Integrationsphase sollen die Rotofinish-, Gloria- und Saturn-Maschinen ab 2025 in Tauberbischofsheim produziert und unter dem Markennamen Weinig angeboten werden, hieß es weiter.

Die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen stelle keine Übernahme im klassischen Sinne dar. Weinig erwerbe die Konstruktionszeichnungen und das technische Know-how zum Bau der Schleifmaschinen von Stähle-Hess sowie die Rechte zur Vermarktung. Gewährleistungen und Serviceverpflichtungen für ausgelieferte Maschinen verblieben bei der Stähle-Hess GmbH. Geschäftsführer Werner Müller erläuterte die Hintergründe für den Vertrag mit Weinig: „Wir pflegen schon seit über 20 Jahren gute Kontakte. Es gab einen regelmäßigen Austausch von Mitarbeitenden und gegenseitige Unterstützung bei der Marktbearbeitung.“ Er selbst sei häufig in Tauberbischofsheim gewesen, um sich mit den Experten bei Weinig über die Weiterentwicklung von Hobel- und Schleifmaschinen auszutauschen. „Insofern ist unsere jetzt getroffene Vereinbarung sinnvoll, konsequent und die beste Lösung auch mit Blick auf die Kunden.“

Werner Müller blickt auf eine fünf Jahrzehnte währende Erfahrung als Maschinen-Konstrukteur und erfolgreicher Unternehmer zurück. Seit dem Jahr 2000 entwickelte und vermarktete er als Geschäftsführer der Stähle-Hess GmbH manuelle, halb- und vollautomatische Schleifmaschinen für die Massivholzverarbeitung vorwiegend in der Fensterproduktion. Rotofinish-, Gloria- und Saturn-Maschinen seien heute in vielen Ländern Europas und darüber hinaus im Einsatz. „Neben höchster technischer Leistungsfähigkeit ging es mir immer auch um den direkten Draht zum Kunden“, erläuterte er, „ich war sehr oft bei der Aufstellung und Inbetriebnahme der Maschinen mit vor Ort. Häufig haben wir noch individuelle Anpassungen bei den Maschinen realisiert, um sie optimal in die jeweiligen Produktionsprozesse zu integrieren.“

Weinig ergänze durch diese Vereinbarung das eigene Produktportfolio und könne den Kunden in der Holz-Fensterproduktion nun eine Komplettlösung bei den Bearbeitungsmaschinen für perfekte Oberflächen aus einer Hand anbieten. Gregor Baumbusch zeigt sich begeistert über die neuen Möglichkeiten, die sich durch die Übernahme ergeben: „Wir freuen uns sehr, unseren Kunden nun auch die Rotofinish-Technologie aus dem Hause Weinig anbieten zu können. Diese Übernahme stärkt unsere Position als führender Anbieter von Holzbearbeitungslösungen im Bereich Holz-Fensterproduktion und unterstreicht unser Engagement für Innovation und Kundenzufriedenheit.“

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