Ein attraktives Event mit klarem Fokus

Trotz der Absagen einiger großer Maschinenhersteller: Die Holz-Handwerk 2024 geht selbstbewusst an den Start. Für den Branchentreff, der vom 19. bis 22. März in Nürnberg stattfindet, sind bislang 300 Aussteller angemeldet und 20.000 Quadratmeter Netto-Hallenfläche belegt. „Wir sind überzeugt davon, dass es eine gute und erfolgreiche Messe wird“, betonen Stefan Dittrich, Leiter der Holz-Handwerk, und Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer des Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA, im Gespräch mit der HK.

Stefan Dittrich (rechts) und Dr. Bernhard Dirr stellten sich den Fragen der HK-Redaktion (Interview und Foto: Markus Schmalz)

Herr Dittrich, rund drei Monate vor der Holz-Handwerk 2024: Wie ist der momentane Stand bezüglich der Messe?

Dittrich: Die Holz-Handwerk ist auf Kurs. Vor allem der Zulieferbereich läuft sehr erfreulich. Unter den 300 angemeldeten Ausstellern sind viele Rückkehrer aus dem Beschläge-Segment, darunter namhafte Unternehmen wie Grass oder Häfele, die 2022 auf eine Teilnahme verzichtet hatten. Zudem entwickelt sich der Powertools-Bereich stark, hier ist zum Beispiel Festool nach einer Pause wieder mit dabei. Leider haben einige Maschinenhersteller abgesagt, trotzdem ist dieses Segment immer noch gut besetzt. Unternehmen wie Weinig, Leitz, Bürkle, Venjakob, Kündig und viele mehr werden auf der Holz-Handwerk 2024 ihre Innovationen für Schreiner und Tischler präsentieren. Hinzu kommt ein sehr guter Buchungsstand bei der Fensterbau Frontale, bei der alle wesentlichen Keyplayer an Bord sind.

Mit wie vielen Ausstellern und Besuchern rechnen Sie final?

Dittrich: Das ist aktuell schwierig zu prognostizieren, gerade angesichts des angespannten konjunkturellen Umfelds. Es kommen immer wieder Anfragen rein, und auch ein wenig Fläche ist noch vorhanden. Wir haben aber kompakt aufgeplant und können allein von den verfügbaren Hallen her keine riesigen Sprünge mehr machen.

Dirr: Ich denke, die Ausstellerzahl wird sich noch leicht, aber nicht mehr gravierend verändern. Was die Besucher betrifft, gibt es seit Corona bei allen Messen die Tendenz zur Verdichtung. Das heißt, die Anzahl der Unternehmen, die Messen besuchen, bleibt zwar mehr oder weniger konstant, allerdings nimmt die Anzahl der Personen ab. Deshalb werden wir die Zahlen von 2018 sicherlich nicht mehr erreichen. Unabhängig davon bin ich mir aber sicher, dass die Holz-Handwerk 2024 eine erfolgreiche Messe wird. Und sie ist auch eine notwendige Messe. Gerade in Zeiten, in denen sich die Unternehmen am Markt schwer tun, ist es umso wichtiger, sich zu zeigen und mit den Kunden zu sprechen.

Sie haben bereits die Absagen aus dem Maschinenbereich angesprochen. Wie hart hat es Sie getroffen, dass Flaggschiffe wie Homag, SCM oder Biesse im nächsten Jahr auf eine Messe-Teilnahme verzichten?

Dirr: Ich bedauere das sehr. Und ich ärgere mich auch darüber. Was mich aber ein wenig versöhnt, ist die Tatsache, dass die Entscheidungen nichts mit der Holz-Handwerk zu tun haben. Es wurden vielfältige Gründe genannt wie zum Beispiel das schwierige wirtschaftliche Umfeld oder die allgemeine strategische Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens. Ich bin mir sicher, dass die Hersteller, die für 2024 abgesagt haben, 2026 wieder mit dabei sein werden. Meiner Meinung nach gibt es für Schreiner, Tischler und semi-industrielle Holzverarbeiter weltweit keine bessere und fokussiertere Messe als die Holz-Handwerk. Wenn ich in Europa unterwegs bin, beneiden mich meine Kollegen um die Veranstaltung. Viele hätten gerne so eine großartige Messe in ihrem eigenen Land.

Dittrich: Wie Herr Dr. Dirr bereits gesagt hat, bedauern wir die Absagen sehr. Auf der anderen Seite bestärken uns diejenigen Maschinenhersteller, die auf der Holz-Handwerk 2024 ausstellen werden, darin, dass wir von einer erfolgreichen Messe ausgehen können. Und das sind nicht wenige, schließlich macht der Maschinenbereich immer noch rund 40 Prozent der Fläche aus. Darauf konzentrieren wir uns jetzt, denn die Aussteller sind fest entschlossen, Vollgas zu geben und den Besuchern ihre Kompetenzen zu zeigen.

Das vollständige Interview lesen Sie in der HK 6/23.

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