Neues Führungsduo im Interview

Mit einer Veränderung im Management hat sich die vor acht Jahren  zusammengeführte IMA Schelling Group vor kurzem neu aufgestellt. Um den Prozess zu finalisieren, fiel der Entschluss zu einer gestrafften Geschäftsführung. Miteigentümer Wolfgang Rohner wechselt Ende des Jahres in den Aufsichtsrat, Andreas Bischoff hat das Unternehmen verlassen. Die aktuell schon im Management vertretenen Christoph Geiger und Maximilian Lehner bilden das neue Führungsduo. Im Gespräch mit der HK erläutern die beiden die Hintergründe und blicken nach vorn.

Christoph Geiger (links) und Maximilian Lehner bilden die neue Geschäftsführung der IMA Schelling Group

Herr Geiger, Herr Lehner, welche Vorteile ergeben sich durch die Veränderungen in der Geschäftsführung der IMA Schelling Group?

Lehner: Die Verschlankung führt zu einer einfacheren Aufgabenverteilung, die Entscheidungswege werden kürzer, die Verantwortlichkeiten transparenter. IMA Schelling ist ein sehr stark technisch orientiertes Unternehmen. Für uns ist es wichtig, dass Vertrieb und Technik in einer Verantwortung liegen. Um diesen Bereich wird sich schwerpunktmäßig Christoph Geiger kümmern. Mein Fokus liegt auf der kaufmännischen und strategischen Weiterentwicklung.

Soll die Geschäftsführung mittelfristig wieder Zuwachs bekommen oder bleibt es bei zwei Personen? Wird die Position des CEO erneut vergeben?

Lehner: Für ein Unternehmen in unserer Größe und mit unserer Struktur sind wir mit der aktuellen Aufstellung gut vorbereitet für die Zukunft. Christoph Geiger und ich treten beide als Managing Director auf. Hinter uns haben wir eine kompetente Führungsriege, die uns den Rücken stärkt.

Was erwarten Sie für das zweite Halbjahr 2023? Sind die Auftragsbücher von IMA Schelling gefüllt?

Geiger: Aktuell haben wir einen sehr guten Auftragsbestand. Für 2023 sind unsere Auftragsbücher voll. 2024 sind wir auch sehr gut ausgebucht. Allerdings stellt die Teileverfügbarkeit noch immer eine große Herausforderung dar, um Aufträge zeitgerecht ausliefern zu können. Darauf liegt unser Fokus in diesem Jahr. Für das zweite Halbjahr erwarten wir einen etwas niedrigeren Auftragseingang, aber keinen wirklichen Einbruch. Wir gehen davon aus, dass sich Investitionsentscheidungen in der Branche hinauszögern.

In welchen Bereichen sehen Sie künftig Wachstumspotenzial?

Geiger: Wir werden weiterhin unsere eingeschlagene Strategie verfolgen. Die Automatisierung ist dabei ein zentraler Pfeiler der Entwicklung. Hier wird sich auch in den nächsten Jahren in der Möbelbranche viel bewegen. Ein weiterer wichtiger Entwicklungspfeiler sind die Software-Lösungen. Zusammen mit unseren Maschinen-, Handling- und Automationslösungen können wir daraus attraktive Gesamtpakete für unsere Kunden schnüren.

Mit der neuen Software „Aimi“ können sämtliche Maschinen und Anlagen in das individuelle Kundenumfeld integriert und intuitiv bedient werden

Wie ist die Ligna 2023 für IMA Schelling gelaufen?

Geiger: Die Ligna hat unsere Erwartungen voll erfüllt. Wir sind sehr froh, dass nach vier langen Jahren endlich wieder der persönliche Kontakt mit unseren Kunden möglich war. Die Qualität unserer Gespräche auf der Messe war sehr gut, wenn auch eine gewisse Zurückhaltung am Markt deutlich wurde. Trotzdem waren wir sehr zufrieden, unsere Produkt-Highlights im Rahmen der Messe Kunden und Interessenten vorstellen zu können. Das Feedback dazu bestätigt uns darin, unsere Vision gemeinsam mit unseren Kunden nachhaltig weiterzuentwickeln.

Das vollständige Interview lesen Sie in der HK 4/23

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