Mehr Raum für innovative Technik

Was gestern noch ungenutzte Grünfläche war, ist heute der Grundstein für die Fertigung: die neue Produktionshalle der Hans Weber Maschinenfabrik in Kronach. Rund 7 Millionen Euro hat das Unternehmen in seinen Standort investiert. Hier wird mit viel Herzblut an Innovationen gearbeitet – unter anderem an der neuen Baureihe „KSE“, die zur Holz-Handwerk Premiere feiert. Die HK hat bei Geschäftsführer Dr. Markus Weber und Patrick Chedjou, Leiter Geschäftsbereich Schleiftechnik, nachgefragt. Der Beitrag erscheint in der HK 2/26. Auszüge daraus können Sie schon jetzt online lesen.

Die neue Halle im Werk 2 von Weber in Kronach kann seit kurzem vollständig genutzt werden. Foto: Weber/Bericht: Markus Schmalz

Die Hans Weber Maschinenfabrik produziert an zwei Standorten in Kronach, auf insgesamt 46.000 m² Fläche, und beliefert Kunden aus über 60 Ländern. Die beiden Werke liegen nur etwa anderthalb Kilometer voneinander entfernt. Das Werk 1 in der Bamberger Straße bildet den historischen Ursprung der Firma. Hier wurde vor über 100 Jahren die „Maschinenfabrik und Eisengießerei Kronach GmbH“ gegründet. Später kam das Werk 2 in der Industriestraße hinzu, in der sich heute die Fertigung mit dem Geschäftsbereich Schleiftechnik befindet. „Diese Aufteilung hat historische Gründe“, erklärt Dr. Markus Weber. „In der Industriestraße waren damals freie Flächen verfügbar, die es im Werk 1 nicht gab. Also hat mein Großvater die Chance genutzt, um zu expandieren.“

Vor knapp drei Jahren stellten die Verantwortlichen bei Weber fest, dass nun auch im Werk 2 der Platz knapp wird. Also wurde beschlossen, dort eine neue Produktionshalle zu bauen. Im Juli 2023 fanden die ersten Machbarkeitsgespräche statt, und es begannen die regelmäßigen Planungs- und Abstimmungstermine mit der Baufirma. „Wir versuchen als Familienunternehmen, langfristig zu planen. Die Hans Weber Maschinenfabrik verfügt über eine sehr hohe Fertigungstiefe. Und mit unseren 500 Mitarbeitern ergibt sich ein gewisser Platzbedarf“, nennt Dr. Markus Weber einige Beweggründe für die Investition in Höhe von rund 7 Mio. Euro.

Für den gestiegenen Bedarf an Fläche sorgte auch das kontinuierliche Wachstum des Unternehmens, das sich nicht nur bei Holz- und Metallschleifmaschinen, sondern auch im Bereich Extrusion technischer Kunststoffe und Granulierung einen Namen gemacht hat. „Durch die breite Aufstellung mit verschiedenen Segmenten können wir konjunkturelle Dellen besser abfedern. 2024 hatten wir eines der erfolgreichsten Jahre der Unternehmensgeschichte. Auch 2025 entwickelte sich der Auftragseingang trotz der angespannten Branchensituation im Bereich Holz vergleichsweise gut“, so Dr. Markus Weber.

Inzwischen sind die Bauarbeiten abgeschlossen und die neue Halle ist in Betrieb. Nach der Fertigstellung im April 2025 folgte die schrittweise Integration der verschiedenen Abteilungen. Nach und nach zogen die betroffenen Bereiche um, sodass die neuen Produktions- und Büroflächen seit Ende 2025 vollständig genutzt werden können. Die Fertigung wurde dabei sehr flexibel konzipiert. „Diese Flexibilität ermöglicht es uns, schnell auf zukünftige Anforderungen zu reagieren und effizient auf Veränderungen im Marktumfeld einzugehen“, sagt Dr. Markus Weber. Im Zuge der Bauarbeiten brachte man auch die Infrastruktur um die Halle herum auf Vordermann. Einige Straßen wurden neu geteert, zudem wurden auf dem Dach neue Photovoltaik-Anlagen installiert.

Trotz der weiterhin schwierigen Marktsituation im Bereich Holzbearbeitungsmaschinen beobachten die Verantwortlichen von Weber in den letzten Monaten eine leichte Erholung. „Der deutsche Markt, der bisher das Sorgenkind war, hellt sich auf. Auch wenn bei den Kunden noch viel Unsicherheit zu spüren ist, merken wir, dass es wieder mehr Anfragen gibt“, berichtet Patrick Chedjou, Leiter des Geschäftsbereichs Schleiftechnik. Auch bei den Exportmärkten sehe man positive Tendenzen. Zwar habe sich die Dynamik in Nordamerika durch die Zollpolitik der Trump-Regierung abgeschwächt, dafür konnte Weber in anderen Märkten Aufträge gewinnen. Zum Beispiel in Italien, wo man vom Investitionsprogramm der Regierung profitiert hat, das einen Steuerbonus bzw. Zinsvergünstigungen für Maschinenkäufe vorsieht. Aktuell legt Weber einen starken Fokus auf das Handwerk. „Hier sehen wir die Chance für Wachstum – und dafür eignet sich die Holz-Handwerk natürlich perfekt“, sagt Patrick Chedjou.

Der vollständige Beitrag erscheint in der HK 2/26

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