König + Neurath wird fortgeführt und reduziert Belegschaft

Die König + Neurath AG hat im Rahmen ihres laufenden Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung eine Einigung über ein zukunftsfähiges Fortführungskonzept erzielt. Die Finanzierung des Konzepts ist gesichert. Damit ist die Grundlage für die nachhaltige Fortführung des Unternehmens und die Rückkehr in den Regelbetrieb geschaffen. Das gemeinsam entwickelte Sanierungskonzept basiert auf einem ausgewogenen Beitrag aller Beteiligten. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dauerhaft zu stärken, die Finanzierung langfristig zu sichern und die strategische Neuausrichtung konsequent umzusetzen.

Das Fortführungskonzept stützt sich auf drei zentrale Bausteine. 1. Unternehmerische Verantwortung der Gesellschafterfamilie: Die Gesellschafterfamilie beabsichtigt, das Unternehmen im Rahmen der Sanierung fortzuführen und damit ein klares Bekenntnis zum Standort, zur Marke und zur langfristigen Perspektive von König + Neurath abzugeben. Bestandteil dieser Lösung ist ein finanzieller Beitrag in Form eines Kaufpreises sowie zusätzlicher Investitionsmittel. 2. Finanzielle Unterstützung durch Finanzierungspartner: Die Finanzierer stellen im Rahmen einer tragfähigen Gesamtstruktur die erforderlichen liquiden Mittel zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt auf Basis marktüblicher, besicherter Kreditvereinbarungen und schafft die Grundlage für Stabilität und Investitionsfähigkeit in der kommenden Phase. 3. Beitrag der Belegschaft und strukturelle Anpassungen: Zur Sicherung des Fortbestands des Unternehmens sind strukturelle Anpassungen unumgänglich.

Dazu zählt eine sozialverträgliche Reduzierung der Belegschaft um voraussichtlich rund 157 Mitarbeitende. Für die von den Maßnahmen betroffenen Beschäftigten ist der Übergang in eine Transfergesellschaft vorgesehen. Diese bietet für einen definierten Zeitraum Qualifizierungsangebote, individuelle Beratung sowie Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung und Vermittlung in neue Beschäftigungsverhältnisse. Ziel ist es, den Übergang in eine neue berufliche Perspektive bestmöglich zu begleiten und soziale Härten abzufedern. Darüber hinaus leisten die verbleibenden Mitarbeitenden im Rahmen des verhandelten Sozialplans und Interessenausgleichs einen finanziellen Beitrag, unter anderem durch Anpassungen bei Sonderzahlungen sowie durch die zeitliche Verschiebung tariflicher Erhöhungen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig aufzustellen und die verbleibenden Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Mit der erzielten Einigung wird angestrebt, das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung planmäßig abzuschließen und in den regulären Geschäftsbetrieb überzugehen. Der operative Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Kunden, Fachhandelspartner und Lieferanten können sich auch künftig auf Leistungsfähigkeit, Qualität und Verlässlichkeit verlassen. König + Neurath bleibt Impulsgeber für zukunftsfähige, nachhaltige Arbeitswelten. CRO Patrick Heinen: „Die erzielte Einigung ist ein wichtiges Signal für die Zukunft von König + Neurath. Sie zeigt, dass alle Beteiligten Verantwortung übernommen und gemeinsam eine tragfähige Lösung erarbeitet haben. Die Einschnitte sind schmerzhaft, aber sie schaffen die Grundlage für einen stabilen Neustart. Unser Dank gilt unseren Mitarbeitenden sowie unseren Finanzierungspartnern und der Gesellschafterfamilie für ihr klares Bekenntnis zum Unternehmen und zum Standort Karben. Jetzt richten wir den Blick nach vorn und stärken unsere Rolle als Impulsgeber für zukunftsfähige, nachhaltige Arbeitswelten.“

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HK 3/26 + Türen-Magazin 2026

In der HK 3/26 erwartet Sie ein großes Italien-Special: HK-Chefredakteur Markus Schmalz ist über den Brenner gereist und hat neben dem zu Egger gehörenden Holzwerkstoffhersteller SAIB den Beschlaghersteller FGV besucht, der 2024 von der Hettich-Gruppe übernommen wurde. Weiterer Schwerpunkt der Ausgabe ist die Möbelkante. Das Supplement „Türen-Magazin“ beleuchtet zudem neueste Entwicklungen aus der Branche.

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