Hettich fördert Perspektiven durch Bewerbertag in Berlin

Im Zuge der geplanten Schließung des Hettich-Standorts in Berlin fand jetzt ein besonderer Bewerbertag statt – mit einer umgekehrten Perspektive: Nicht die Mitarbeitenden bewarben sich bei Unternehmen, sondern elf regionale Arbeitgeber kamen zu Hettich, um sich den Kollegen vorzustellen. Ziel war es, frühzeitig neue berufliche Wege aufzuzeigen und den persönlichen Austausch zu fördern.

Die Entscheidung zur Schließung der Hettich Umformtechnik GmbH & Co. KG bis Ende 2026 ist Teil der strategischen Neuausrichtung der Hettich Gruppe, um Strukturen langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen. Mit dem frühzeitigen Format möchte Hettich den Beschäftigten ausreichend Zeit geben, neue Perspektiven zu entwickeln und Entscheidungen gut vorbereitet treffen zu können. Organisiert wurde die Veranstaltung von Malissa Soltmann und Nadine Schenke aus dem Berliner HR-Team. Beide entwickelten das Format in enger Abstimmung mit dem Management, um den Mitarbeitenden Orientierung und Unterstützung in einer herausfordernden Phase zu geben.

„Die Stimmung war von Anfang an positiv und respektvoll – man hat gespürt, dass hier echter Austausch stattfindet“, sagt Malissa Soltmann, HR-Partnerin bei Hettich. „Viele Kollegen sind mit Zuversicht und neuen Möglichkeiten aus den Gesprächen gegangen. Das war genau das, was wir uns erhofft hatten.“ Etwa 70 bis 80 Mitarbeitende kamen in der Hettich-Kantine zusammen – ein vertrauter Rahmen, der Sicherheit und Offenheit bot. Elf Unternehmen aus der Region, darunter profine Group, Diehl Metall, Klosterfrau Berlin und Häfele, präsentierten sich als potenzielle Arbeitgeber und suchten den Dialog auf Augenhöhe. Am Standort Berlin sind derzeit rund 130 Mitarbeitende beschäftigt.

Auch die beteiligten Unternehmen zogen ein positives Fazit. Viele lobten die gute Organisation und die wertschätzende Atmosphäre. In Zeiten des Fachkräftemangels entstand so eine echte Win-win-Situation: Beschäftigte erhielten Orientierung und neue Perspektiven, Unternehmen knüpften direkte Kontakte zu qualifizierten Fachkräften. „Dieser Bewerbertag zeigt, was möglich ist, wenn Menschen und Unternehmen sich offen begegnen“, sagt Lars Bohlmann, Geschäftsführer bei Hettich. „Ich habe großen Respekt vor dem Engagement, mit dem Malissa Soltmann und Nadine Schenke gemeinsam mit weiteren Kollegen dieses Format vorbereitet und umgesetzt haben. Sie haben gezeigt, wie Verantwortung im Wandel gelebt wird – mit Empathie, Tatkraft und Blick nach vorn.“

Weitere Informations- und Beratungsangebote werden derzeit geprüft und angestrebt, um die Kollegen auch über den Bewerbertag hinaus bestmöglich zu begleiten. Für viele Beteiligte war der Tag mehr als eine reine Informationsveranstaltung: ein starkes Signal für Zusammenhalt, Zuversicht und den gemeinsamen Willen, Perspektiven zu schaffen.

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In der HK 3/26 erwartet Sie ein großes Italien-Special: HK-Chefredakteur Markus Schmalz ist über den Brenner gereist und hat neben dem zu Egger gehörenden Holzwerkstoffhersteller SAIB den Beschlaghersteller FGV besucht, der 2024 von der Hettich-Gruppe übernommen wurde. Weiterer Schwerpunkt der Ausgabe ist die Möbelkante. Das Supplement „Türen-Magazin“ beleuchtet zudem neueste Entwicklungen aus der Branche.

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