Renolit erreicht erste Meilensteine nach Standort-Zusammenlegung

Ein Jahr, nachdem die Zusammenlegung der Standorte Worms und Frankenthal bekannt gegeben wurde, zieht Renolit eine erste positive Zwischenbilanz: Die umfassende Konzeptphase ist abgeschlossen, und die Detailplanung hat begonnen. In seinem 80. Jubiläumsjahr realisiert das international tätige Familienunternehmen eines der größten Investitionsprojekte in der Unternehmensgeschichte. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit von Renolit in Deutschland langfristig zu sichern sowie am Standort Worms schrittweise eine klimaneutrale und eine der modernsten Produktionsstätten für Kunststofffolien weltweit aufzubauen.

In den vergangenen Monaten hat Renolit gemeinsam mit einem Generalplaner die Planung des neuen Werks auf dem Gelände des Wormser Standorts vorangetrieben. Demnach sollen ein Produktionsgebäude erweitert und ein neues Fertigwaren- sowie ein neues Rohstofflager gebaut werden. Darüber hinaus ist eine Vergrößerung des bestehenden Sozialgebäudes sowie die Schaffung von Parkplätzen und Büroflächen vorgesehen. Die ersten vorbereitenden Baumaßnahmen werden 2026 beginnen. So wird beispielsweise eine neue Lagerhalle errichtet, um die notwendige Infrastruktur schrittweise aufzubauen. „Wir sind voll im Zeitplan“, betont Projektleiter Alexander Doppler. „Aktuell sind wir in der Detailplanung neuer Gebäude, Prozesse und Maschinen. Diese werden wir im Sommer 2026 abschließen. Im zweiten Halbjahr 2026 wollen wir auf dieser Basis die Bauanträge einreichen.“

Auch technologisch ist der Ausbau klar definiert: In dem neuen Produktionsgebäude, das für die Zusammenlegung benötigt wird, werden mehrere neue Produktionsanlagen errichtet. Die Inbetriebnahme der ersten Anlage ist bereits für das Jahr 2028 geplant. Dies markiert nicht nur den Beginn der schrittweisen Produktionsverlagerung, sondern auch den zunehmenden Einsatz von Mitarbeitenden aus Frankenthal im Wormser Betrieb im Zuge der Standortzusammenlegung. Für den Standort Frankenthal bedeutet das Projekt eine strukturelle Transformation, jedoch keinen Verlust an Perspektiven für die Belegschaft.

„Unser klares Versprechen gilt weiterhin: Allen Mitarbeitenden aus Frankenthal wird ein Arbeitsplatz in Worms angeboten“, betont Vorstandsmitglied Sven Behrendt. Projektleiter Alexander Doppler ergänzt: „Die hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit und die Stabilität der beiden Teams aus Worms und Frankenthal zeigen, dass wir diesen Wandel gemeinsam erfolgreich gestalten werden. Und die gegenseitige Unterstützung bei Maschinenkapazitäten und Personal macht eindrucksvoll deutlich, wie gut wir standortübergreifend als Team Renolit funktionieren.“

Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen für den Ausbau des Werks in Worms zu einer hochmodernen Produktionsstätte voraussichtlich auf rund 130 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 55 Millionen Euro auf Produktions-, Logistik- und Verwaltungsgebäude und rund 75 Millionen Euro auf moderne Produktions- und Automatisierungstechnologien. Durch die Zusammenlegung bündelt Renolit die Produktionskapazitäten der Werke Worms und Frankenthal. Das Produktionsvolumen des Standorts Worms steigt damit von aktuell rund 24.000 auf künftig 38.000 Tonnen pro Jahr. Dies entspricht einer Zunahme von über 50 Prozent. Zudem steigert das Unternehmen die Effizienz in der Produktion deutlich, indem es den Automatisierungsgrad erhöht, zentrale Produktionsschritte integriert und die Materialflüsse optimiert.

Der Ausbau des Werks geht zudem mit dem Bau des Renolit-Windparks in Worms einher, der entscheidend zur Steigerung der Energieunabhängigkeit und zur Erreichung der Klimaziele des Unternehmens beitragen wird. Renolit verfolgt das Ziel, die Produktion schrittweise zu elektrifizieren und den Einsatz fossiler Energieträger kontinuierlich zu reduzieren. Die Nutzung eigener Windenergie trägt maßgeblich zur Stabilisierung der Energiekosten bei, die sich in den vergangenen Jahren, insbesondere in Deutschland, signifikant erhöht haben. Hinzu kommt, dass der Energiebedarf am Standort Worms durch die Standortzusammenlegung steigen wird. Der Windpark soll ein zentraler Hebel sein, diesen gesteigerten Energiebedarf umweltfreundlich zu decken. Dank der modernen Produktion und der künftig eigenständigen, klimaneutralen Energieversorgung kann das Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sowie die Arbeitsplätze am Hauptsitz langfristig sichern.

Mit der Investition in Worms will das Familienunternehmen bewusst ein Zeichen für den Standort Deutschland setzen und seine Verbundenheit zu seinem Hauptsitz zeigen. Vorstandsmitglied Sven Behrendt erklärt: „Mit dieser Investition in unserer Heimat wollen wir anderen Unternehmen ein Vorbild sein und zeigen, dass der Standort Deutschland keine Bürde, sondern eine Chance für Wachstum bietet.“

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