Neue Plasma-Anlage für Forschung und Entwicklung im Adler-Labor

Mit einer modernen Laboranlage für die Plasma-Oberflächenaktivierung stärkt der österreichische Lackhersteller Adler seine Anwendungskompetenz im Bereich der Kunststoff-, Glas- und Metallbeschichtung. Die Lackhaftung ist eine der größten Herausforderung in der Beschichtung von Kunststoffen, Glas und Metall. Da diese Materialien meist eine geringe Oberflächenspannung aufweisen, müssen sie – anders als Holz – vor der Beschichtung aktiviert werden, um eine starke Verbindung mit dem Lack zu gewährleisten.
Während bei kleineren Flächen meist händisch gearbeitet wird – beispielsweise durch leichtes Anschleifen mit einem lösemittelhaltigen Reinigungsprodukt wie dem Adler-Entfetter –, setzen viele industrielle Verarbeiter auf die Plasma-Aktivierung. Dabei wird Luft mittels Hochspannungsentladung aktiviert und in ein elektrisch geladenes, für den Menschen aber harmloses Plasmagas umgewandelt. Wenn dieses Plasmagas auf die Oberfläche trifft, erzeugt es dort eine molekulare Struktur, an der sich der Lack gewissermaßen „festhalten“ kann. Zusätzlich wird die Oberfläche dabei auch gereinigt.
Eine solche Plasmaanlage steht seit Kurzem auch in der Forschung & Entwicklung von Adler. Damit können nun sämtliche Produkte für die industrielle Beschichtung von Kunststoffen, Metallen und Glas unter Praxisbedingungen getestet werden. „Wir haben in den vergangenen Jahren hochwertige Beschichtungslösungen etwa für Kunststofffenster, Dekorfolien oder Möbelkanten entwickelt. Die neue Laboranlage ermöglicht es uns, diese Beschichtungen unter denselben Bedingungen wie bei unseren Kunden anzuwenden und verschiedene Anlagenparameter nachzustellen“, freuen sich Dr. Albert Rössler (Geschäftsleiter F&E) und Dr. Simon Leimgruber (Leiter Entwicklungsgruppe Fenster- und Bautenlacke Industrie) über den Zuwachs im Anlagenpark der Adler-Forschungsabteilung.
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