GD Holz bekräftigt klare Haltung zu Russland-Sanktionen

Seit Inkrafttreten der EU-Sanktionen gegen Holz und Holzprodukte aus Russland im Juni 2022 warnt der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) eindringlich davor, Waren russischer Herkunft über Drittländer in den europäischen Binnenmarkt zu bringen. Aus aktuellem medialem Interesse zur Haltung des GD Holz gegenüber möglichen Sanktionsverstößen positioniert sich der Verband nochmals eindeutig: Der Verband steht uneingeschränkt hinter den Sanktionsbeschlüssen der Europäischen Union und unterstützt alle Maßnahmen, die eine konsequente Umsetzung sicherstellen. „Ein konsequenter Verzicht auf russisches Holz und eine strenge staatliche Kontrolle der Lieferketten sind unerlässlich für eine nachhaltige, rechtskonforme und ethisch vertretbare Holzwirtschaft in Europa“, so GD Holz Geschäftsführer Thomas Goebel.

Intern hat der GD Holz seine Mitgliedsunternehmen – ebenso wie der ETTF auf europäischer Ebene – mehrfach darauf hingewiesen, ausschließlich legale Ware zu handeln und Produkte aus möglicher Sanktionsumgehung weder zu importieren noch zu vertreiben. Aus Sicht von GD Holz und ETTF sind die nationalen und europäischen Behörden gefordert, die Einhaltung der Sanktionen konsequent zu überwachen und Verstöße entsprechend zu ahnden.

Bereits im Jahr 2023 hatte sich der GD Holz öffentlich positioniert und sich mit der Forderung, die Kontrolle der Sanktionen zu intensivieren, an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gewandt. Zudem wurde angeregt, auch Produkte, die aus russischen Vormaterialien in Drittstaaten hergestellt wurden, in den Geltungsbereich der Sanktionen aufzunehmen – analog zur bestehenden Regelung im Stahlsektor. Eine entsprechende Forderung wurde auch über den Europäischen Holzhandelsverband ETTF an die EU-Kommission in Brüssel übermittelt. Anfang 2025 haben sich GD Holz und ETTF erneut für eine Verschärfung der Sanktionen beim Ständigen Vertreter Deutschlands bei der EU eingesetzt.

Hintergrund dieser Initiative waren Hinweise, dass Holzprodukte aus russischen Vormaterialien in Drittstaaten produziert werden und anschließend in den europäischen Binnenmarkt gelangen. Dies stellt ein europäisches Problem dar und unterläuft den Sinn der Sanktionen, Russland die liquiden Mittel weiter zu entziehen, – es erfordere daher eine koordinierte Antwort. Der ETTF hat seine Mitgliedsunternehmen daher gebeten, mögliche Hinweise auf Sanktionsumgehungen den jeweiligen nationalen Verbänden wie dem GD Holz zu melden. Diese Verdachtsmomente werden an die zuständigen Behörden weitergeleitet, um ein stärkeres Bewusstsein für notwendige Kontrollen zu schaffen.

Der GD Holz setzt sich konsequent und mit Nachdruck dafür ein, dass keine Ware aus Russland – auch nicht über Umwege – in den deutschen oder europäischen Markt gelangt. Ein Handel mit sanktionierter Ware gefährdet den Ruf der Branche und muss daher unbedingt vermieden werden. Diese Position hat der GD Holz sowohl intern als auch öffentlich mehrfach deutlich kommuniziert. Die offiziellen Importstatistiken des statistischen Bundesamtes bestätigen die Wirksamkeit: Bis Ende 2024 ist die direkte Einfuhr von Holz aus Russland nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. „Der Holzhandel hat damit seine Verantwortung wahrgenommen – im Gegensatz zu anderen Produktgruppen, bei denen sanktionsbewehrte Waren weiterhin in den Binnenmarkt gelangen“, betont Thomas Goebel.

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