Häfele: Logistik im Neubau kurz vor Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme der hochmodernen Logistikanlage von Häfele im Neubau auf dem Nagolder Wolfsberg steht kurz bevor. Dieser Bauabschnitt ist nahezu abgeschlossen: Von Verladerampen über Arbeitsplätze im Wareneingang, Regale, Fördertechnik bis zu den Kommissionier-Arbeitsplätzen und Verpackungsmaschinen steht alles bereit. Aktuell laufen Funktionstests in einer virtuellen Umgebung, bevor in wenigen Wochen die Anlage hochgefahren wird und Tests mit echten Waren und Paketen starten. Die offizielle Eröffnung nach der Testphase findet Anfang 2026 statt. Für Oktober 2025 erwartet Häfele die Nutzungserlaubnis und damit einen wichtigen Meilenstein im Bauprojekt.

Die neue Logistikanlage ist über eine Brücke für Waren und Personen mit dem bestehenden Logistikzentrum verbunden. „Rund fünfzig Jahre nach Inbetriebnahme unseres Versandzentrums erreichen wir nun einen weiteren wichtigen Meilenstein im Modernisierungsprozess“, so Unternehmensleiter Gregor Riekena. Die bestehende Anlage wird künftig vor allem für Großsendungen genutzt.

Mit dem Neubau steigert Häfele nicht nur seine Versandkapazitäten, sondern führt auch ein neues Prinzip ein: „Die Ware kommt nun zur Person statt umgekehrt“, sagt Boris Katic, in der Geschäftsleitung verantwortlich für Einkauf, Produktion, Logistik und Qualitätsmanagement. Die Ware wird im neuen Lager nicht auf Paletten, sondern in 96.000 Behältern eingelagert. Diese werden vollautomatisch mit 132 Shuttles auf 33 Ebenen in vier Regalgassen ein- und ausgelagert. Die Förderleistung der Anlage liegt bei 2.038 Behältern pro Stunde.

Die Shuttles befördern die Ware zu zehn ergonomischen Arbeitsplätzen für die Kommissionierung der Sendungen für die Kunden. Häfele, Spezialist für intelligente Beschlagtechnik, elektronische Schließsysteme sowie Beleuchtung und Vernetzung, beliefert Kunden auf der ganzen Welt für (Möbel-)Bauprojekte. Das geht künftig durch automatisierte Prozesse effizienter: Lieferscheine werden automatisiert beigelegt und Pakete maschinell etikettiert. Auch der Verpackungsprozess läuft automatisiert. Das heißt, die Kartons aufrichten, in der Höhe passend zum Inhalt reduzieren, die Ladung sichern und das Paket verschließen. „Dieser neue Prozess ermöglicht es uns, die Menge von Füllmaterial deutlich zu senken, die Höhe der Pakete zu reduzieren und damit das Transportvolumen insgesamt zu verringern. So benötigen wir weniger Lkw-Fahrten und reduzieren unseren CO₂-Ausstoß“, erläutert Boris Katic.

An die neue Logistikanlage schließen sich weitere Gebäudeteile an, die Häfele im zweiten Schritt ausbaut und ab 2027 sukzessive in Betrieb nimmt. „Hier entstehen Räume für Innovation und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Strahlkraft weit über die Region hinaus“, blickt Gregor Riekena voraus. Bereits weithin sichtbar ist der Turm, in dem ein gastronomisches Angebot, Büroflächen und eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform zum Verweilen und Arbeiten einladen werden. Eine große, flexibel nutzbare Veranstaltungsfläche schafft Anknüpfungspunkte für die gesamte Region.

Das Zentrum des Neubaus bilden die Flächen zwischen Turm und Logistik. Hier vereinen sich Showroom, Akademie und Eventflächen. Die Haltung von Häfele als offenes, vorausschauendes Unternehmen wird hier erleb- und greifbar. Gemäß seinem Leitmotiv „Maximising the value of space. Together.“ schafft Häfele eine Plattform für neue Impulse in der Möbelbranche, im Innenausbau und Bau. Gregor Riekena: „Wir freuen uns sehr, Besuchern hier künftig offene Einblicke in das Herz für Logistik und Innovation geben zu können. Durch den Austausch mit Lieferanten und Kunden, durch Impulse von Nutzern und Bewohnern von Räumen, bringen wir Innovationen für Räume mit Mehrwert voran.“

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